Bachblüten Therapie – Harmonisierung von Seele und Geist

Es gibt verschiedene Ansätze, um Krankheiten und Erkrankungen zu behandeln. Die klassische Schulmedizin versucht in der Regel Symptome zu bekämpfen und falls möglich auch Folgeerkrankungen zu verhindern; sofern die Wurzel der Erkrankung, der Auslöser, behandelbar oder entfernbar ist.

Alternativ oder zusätzlich dazu vertrauen aber immer mehr Menschen auch auf andere Behandlungsmethoden, wie etwa jene der Bachblüten Therapie. Obwohl sich mittels Forschung und Wissenschaft keine evidenten, medizinischen Erfolge nachweisen lassen, schwören dennoch verschiedenste Mediziner und Patienten auf die positiven Erfolge und Auswirkungen der Bachblüten; genauer gesagt auf die gewonnenen Essenzen aus den von Dr. Edward Bach beschriebenen Blüten zur Behandlung konkreter Gemütszustände und -störungen.

Wissenswerte Details über die Bachblüten

Dr. Edward Bach, der letztendlich auch namensgebend für diese alternativmedizinische Behandlungsform ist, entwickelte in den 1930er Jahren jene These, die als Grundlage für die Bachblütenanwendung gilt. Seiner Annahme zufolge ist jede Erkrankung ein Resultat einer seelischen Gleichgewichtsstörung, welche wiederum aus einem Konflikt zwischen Seele und Persönlichkeit (Geist) resultiert. Hieraus folgte der Schluss, dass eine körperliche Heilung nur dann erfolgreich sein könne, wenn der ausschlaggebende Konflikt beigelegt wird.

Hier klingen sehr viele Konjunktive durch, zudem fehlt eine klassische, wissenschaftliche Forschung und Evidenz. Dagegen anzuführen sind moderne Untersuchungen und Vermutungen, die zumindest nahelegen, dass zwischen „seelischen Erkrankungen“ und folgenden „körperlichen Erkrankungen“ durchaus ein Zusammenhang besteht. Vereinfacht formuliert: Geht es dem Geist schlecht, leidet meist auch der Körper.

Disharmonische Seelenzustände

Dr. Bach beließ es aber bekanntermaßen nicht bei dieser einfachen Annahme bzw. Schlussfolgerung. Um diesem Problem Herr werden zu können, intensivierte dieser Seine Forschung und erarbeitete zunächst 19, in weiterer Folge letztendlich 38 Disharmonische Seelenzustände der menschlichen Natur.

Diese disharmonischen Seelenzustände wiederum waren verantwortlich für körperliche Erkrankungen und müssten behandelt und behoben werden, um auch eine körperliche Gesundung erwirken zu können. Nur durch ein gezieltes Zusammenspiel der klassischen Schulmedizin und der Behebung der seelischen Erkrankungen hielt Dr. Edward Bach eine vollständige Genesung für möglich.

Entwicklung der Bachblüten Therapieform

Eine vollkommene Heilung war demnach nur durch eine Harmonisierung auf seelischer und geistiger Ebene möglich. Hierfür bediente sich der englische Arzt aus Birmingham der Pflanzenwelt: Inspiriert durch die Lehren Carl Gustav Jungs erstellte dieser intuitiv eine Liste von 37 Pflanzen, deren „positive archetypischen Seelenkonzepte“ den jeweiligen disharmonischen Seelenzuständen entgegenwirken würden. Als 38. Naturheilmittel entschied sich Bach für das Fels-Quellwasser.

Diese 38 Essenzen wurden zudem sieben Gemütszuständen zugeordnet, um gezielter eine Harmonisierung der gestörten Seelenzustände bewirken zu können. Die sieben übergeordneten Gemütszustände lauten:

  • Niedergeschlagenheit
  • Angst
  • Fehlendes Interesse an der Gegenwart
  • Einsamkeit
  • Übertriebene Sorge um Andere
  • Überempfindlichkeit
  • Unsicherheit

Quelle: https://www.allnatura.at/ratgeber/heilmethoden/bachblueten-therapie/Bachblueten-Therapie.html

Jede einzelne, aus Bachblüten gewonnene Essenz wirkt aber dennoch bestimmten Störungen entgegen. Diese können auch im Zusammenspiel erfolgreich wirken, sodass es auch eine Reihe von Bachblütenmischungen gibt. Die bekannteste Mischung wurde von Dr. Bach selbst erarbeitet und ist unter den Namen Rescue Remedy oder Rescue-Tropfen (Notfalltropfen) bekannt.

Herstellung der Bachblütenessenzen

Aus diesen nun genannten Bachblüten wurden damals wie heute in einem nahezu rituellen Verfahren Blütenessenzen gewonnen, die letztendlich als Alternativmedizin verabreicht werden können. Zunächst werden auch heute noch die verschiedenen Blüten an von Dr. Bach empfohlenen Orten gepflückt. Die Weiterverarbeitung, die sogenannten Potenzierungsmethoden, erfolgen anschließend entweder als Sonnen- oder als Kochmethode.

Für die Sonnenmethode werden die Pflanzen, die im Übrigen keine klassischen Heilpflanzen sind oder sein müssen, in mit Wasser gefüllte Schalen gelegt und in die Sonne gestellt; im Zuge der Kochmethode werden in erster Linie holzige Pflanzen eine halbe Stunde lang in Wasser erhitzt. Während dieser Prozesse geben die Pflanzen, so formuliert es Dr. Bach, ihre heilende Energie über Schwingungen an das Wasser ab. Zur Konservierung wird das Wasser mit einem gleich großen Anteil Alkohol versetzt und ergibt somit die beabsichtigte Urtinktur.

Die Urtinkturen wiederum werden im nächsten Herstellungsschritt im Verhältnis 1:240 verdünnt. So ergeben sich aus ursprünglichen fünf Litern Wasser letztendlich Blütenessenzen im Umfang von jeweils 2.400 Litern. Abschließend werden diese in kleine Flakons (im Milliliterbereich) abgefüllt, die bei einer Dosierung von 4×6 Tropfen pro Tag in der Regel für einen Monat ausreichen.
Achtung: Aufgrund des Anteils an Alkohol besteht für abstinente und ehemals alkoholkranke Menschen die Gefahr eines Rückfalls. Auch wenn der Anteil an Alkohol bzw. die Mengen an Alkohol in einem Flakon sehr gering ist, sollte dieser Umstand berücksichtigt werden. Leider ist zumindest ein Rückfall bisher dokumentiert!

Die 38 verschiedenen Bachblüten

Hier folgt nun die vollständige Liste der 38 Bachblüten, die zur Gewinnung der heilenden Essenzen verwendet werden. Eine entsprechende Zuordnung der einzelnen Gemütszustände würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, kann aber mitunter hier nachgelesen werden: http://heilkraeuter.de/bach/bachblueten-liste.htm.

1. Agrimony – Gemeiner Odermennig
2. Aspen – Espe / Zitterpappel
3. Beech – Rotbuche
4. Centaury – Tausendgüldenkraut
5. Cerato – Bleiwurz
6. Cherry Plum – Kirschpflaume
7. Chestnut Bud – Rosskastanienknospe
8. Chicory – Wegwarte
9. Clematis – Gewöhnliche Waldrebe
10. Crab Apple – Holzapfel
11. Elm – Englische Ulme
12. Gentian – Herbstenzian
13. Gorse – Stechginster
14. Heather – Schottisches Heidenkraut
15. Holly – Europäische Stechpalme
16. Honeyscukle – Geißblatt
17. Honrbeam – Hainbuche
18. Impatiens – Springkraut
19. Larch – Europäische Lärche
20. Mimulus – Gefleckte Gauklerblume
21. Mustard – Ackersenf
22. Oak – Eiche
23. Olive – Ölbaum
24. Pine – Schottischer Kiefer
25. Red Chestnut – Rote Kastanie
26. Rock Rose – Gelbes Sonnenröschen
27. Rock Water – Fels-Quellwasser
28. Scleranthus – Einjähriger Knäuel
29. Star of Betlehem – Doldiger Milchstern
30. Sweet Chestnut – Esskastanie / Edelkastanie
31. Vervain – Eisenkraut
32. Vine – Weinrebe
33. Walnut – Walnuss
34. Water Violet – Wasserfeder
35. White Chestnut – Weißblühende Rosskastanie
36. Wild Oat – Waldtrespe
37. Wild Rose – Hecken-Rose
38. Willow – Gelbe Weide

Anwendung der Bachblüten

Da es sich bei Bachblüten um keine klassische Medizin handelt, ist die Anwendung der Blüten auch nicht verschreibungspflichtig. Dennoch wird empfohlen, diese nicht nach Gutdünken einzunehmen oder wahllos an Kinder zu verabreichen. Ein Beratungsgespräch ist unerlässlich und sollte in jedem Fall stattfinden. Hierfür kommen ausgebildete Alternativmediziner in Frage, natürlich können auch in Apotheken entsprechende Informationen abgefragt werden.

Tipp: Lassen Sie sich beraten

Tipp: Lassen Sie sich beraten

Grundsätzlich gilt aber: Speziell ausgebildete Experten und Mediziner können anhand von Gesprächen und Untersuchungen sehr genau feststellen, welche Bachblüten für Sie vorteilhaft sind. Nicht selten werden hier auch individuelle und maßgeschneiderte Mischungen erstellt, die bestmöglich wirken und helfen können.

Wichtig: Die Bachblüten Therapie sollte immer als ergänzende Möglichkeit oder Therapieform betrachtet werden. Diese hat klare Grenzen und kann eine klassische, schulmedizinische Versorgung nicht ersetzen! Aus diesem Grund sollte im Krankheitsfall auch immer der erste Weg zum entsprechenden Arzt führen!

Dosierung und Einnahme von Bachblüten

Grundsätzlich erfolgt die Dosierung der Bachblüten immer wie folgt: 6×4 Tropfen über den ganzen Tag verteilt. Im Idealfall nehmen Sie die Tropfen, je nach Vorgabe verdünnt (Wasser, Saft) oder tröpfelnd mit einer Pipette direkt auf die Zunge, immer an gleichen Tageszeiten ein. Sollten Sie ausnahmsweise andere Anweisungen erhalten, befolgen Sie diese. Die Notfalltropfen sind dem Namen nach natürlich in akuten Notfallsituationen sofort zu konsumieren.

Tipp: Alternativ geben Sie die 24 Tropfen in eine Wasserflasche und trinken diese über den ganzen Tag verteilt!

Rescue Remedy – Die Notfalltropfen

Die Notfalltropfen sind in vielen Haushalten gegenwärtig, vielleicht haben Sie von diesen im Zusammenhang mit Prüfungsangst oder Angst vor Bewerbungsgesprächen schon gehört.

Diese ganz spezielle Mixtur enthält die Essenzen der folgenden Blüten:

  • Cherry Plum
  • Clematis
  • Impatiens
  • Rock Rose
  • Star of Bethlehem

Die Dosierung dieser Bachblüten reicht von 1 – 8 Tropfen in einem Glas Wasser bis hin zur Direkteinnahme über die Zunge (empfohlen sind zwei Tropfen) und kann solange konsumiert werden, bis sich eine merkliche Besserung einstellt. Das Glas Wasser sollte in einem Zeitraum von ca. 15 Minuten getrunken werden.

Diese Rescue-Tropfen sind vielfältig einsetzbar, neben den erwähnten Prüfungsängsten und Ängsten vor Bewerbungsgesprächen oder öffentlichen Auftritten helfen diese auch bei

  • Schockzuständen
  • Panikattacken
  • Alpträumen
  • Flugangst
  • Stress
  • Plötzlich auftretenden Ängsten
  • Emotional fordernden Momenten
  • Und Vieles mehr.

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