Das Hemd zum Hochzeitsanzug – Bräutigam

Das Hochzeitsoutfit des Bräutigams besteht aus verschiedenen Komponenten. Diese müssen sorgfältig aufeinander abgestimmt werden. Nur dann ergibt sich ein einheitliches, ein stimmiges Bild. Das Hemd ist eine der wichtigen Komponenten.

Es muss mit dem Anzug und den Accessoires perfekt harmonieren. Da es die unterschiedlichsten Hemdentypen gibt, fällt die Auswahl nicht unbedingt leicht. Doch es gibt einige Anhaltspunkte, die bei der Entscheidungsfindung behilflich sind.

Welches Hemd ist für die Hochzeit am besten geeignet?

Einerseits gibt es die sogenannten Standardhemden, andererseits aber auch Hemden, die bei festlichen Anlässen getragen werden – so auf einer Hochzeit. Dazu zählen beispielsweise auch Smokinghemden. Herrenhemden gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen, Kragenvarianten, Passformen und Farben. Da stellt sich nun die Frage, welches Hemd für die Hochzeit am besten geeignet ist.

Tipp: Rechtzeitig vorbereiten

Tipp: Rechtzeitig vorbereiten

Und auf welche Qualität sollte geachtet werden? Abgesehen vom Stoff selbst spielt auch die Webart, in welcher das Hemd gearbeitet wurde, eine wichtige Rolle. Baumwolle ist nach wie vor einer der wichtigsten Stoffe bei der Hemdenproduktion. Des Weiteren gibt es Hemden aus Leinen oder Seide.
Die Webart bestimmt über die Eigenschaften eines Hemdes mit. Abgesehen vom optischen Aspekt sollten Sie beim Kauf des Hochzeitshemdes unbedingt einen besonderen Wert auf einen perfekten Sitz und ein angenehmes Tragegefühl legen.

Welche Kragenarten gib es?

Bevor Sie als Bräutigam sich auf die Suche nach dem passenden Hemd für die Hochzeit machen, sollten Sie die wichtigsten Kragenarten etwas näher kennen lernen. Der Hemdkragen ist eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale.

  • Der Stehkragen: Hierbei handelt es sich um die älteste Kragenform – wird heutzutage nur noch zu festlichen Frackhemden getragen.
  • Der Klapp- oder Umlegekragen (Kentkragen): Hierbei handelt es sich entgegen um die heute meistverbreitete Form. Der Kragen ist nur mäßig gespreizt.
  • Der Cutaway-Kragen: Diese Kragenart wird auch als Haifischkragen oder Haikragen bezeichnet. Er ist ein modisch hoher Kragen und breit gespreizt (bis zu 160°-Winkel). Aus diesem Grund ist er für besonders große Krawattenknoten (Windsorknoten) bestens geeignet. Der Windsorkragen zählt zu den Cutaway-Kragenformen.
  • Der New-Kent-Kragen: Eine Variation aus Kentkragen und Cutaway-Kragen, etwa im 120-140°-Winkel gespreizt.
  • Der Button-Down-Kragen: Diese Kragenform kam in den 1950er Jahren in Mode. Das Down-Hemd ist ein typisches Freizeithemd und passt nicht zum Anzug oder zweireihigen Sakko. Die Kragenschenkel werden am Hemd angeknöpft.
  • Der Tabkragen: Diese Kragenart weist eine enge Spreizung auf und wird immer mit Krawatte getragen.
  • Der Nadel-Kragen oder Pin-Collar: Heute nur noch wenig verbreitet, die Kragenecken werden mit einer speziellen Kragennadel zusammengehalten.
  • Der Trelegant-Kragen: Stufenlos regulierbarer Kragen, ohne obersten Knopf.
  • Der Spitzkragen: Eine nicht mehr gebräuchliche Kragenart mit sehr enger Spreizung (spitzer 45°-Winkel) – wurde vom Cutaway-Kragen abgelöst.

Welches Hemd gehört zu welchem Anzug?

Ein Hemd sollte nie unabhängig vom Anzug gekauft werden, insbesondere wenn es sich um den Hochzeitsanzug handelt. Ihre Hochzeit soll doch etwas ganz Besonderes werden und deshalb sollte auch das Hochzeitshemd dem Anlass entsprechend ausgesucht werden. Zur Auswahl stehen schlichte und strahlende, weiße Hemden. Sie können sich aber auch für Streifenmuster oder moderne Farben entscheiden.

Soll es die elegante verdeckte Knopfleiste sein oder präferieren Sie doch die klassisch sichtbaren Knöpfe? Vor dem Kauf des Hemdes sollte der Hochzeitsanzug bereits feststehen, am besten ist es natürlich, wenn das Hemd darauf abgestimmt wird.

Doch welches Hemd passt nun zu welchem Anzug? Anzug, Hemd und Accessoires (z. B. Krawatte) sollten wie gesagt eine Einheit ergeben, weshalb die Farben und Muster der einzelnen Teile auch farblich zueinander passen und Kontraste zueinander bilden müssen. Eine zu strenge Farbharmonie wirkt schnell langweilig und zu extreme Farbkontraste sind ebenfalls zu vermeiden.

  • Frack: Hierzu wird ein weißes Frackhemd mit gestärkter Piquébrust (Hemdbrust aus Baumwoll-Piqué) getragen. Es hat einen Stehkragen.
  • Smoking: Hier kommt nur ein Smokinghemd in Frage. Es ist immer weiß oder leicht ecru, das Hemdmaterial ist Baumwolle oder Seide. Die elegante Form des Smokinghemdes zeichnet sich durch schmale Längsfalten von oben nach unten (Plissee) aus. Der Smokingkragen ist im Gegensatz zum Frackkragen in der Regel ein normaler Hemdkragen, kann aber auch als Stehkragen ausgeführt sein. Manschettenknöpfe dürfen beim Smokinghemd nicht fehlen.
  • Klassischer Anzug: Hier ist die Auswahl am größten, zum klassischen Hochzeitsanzug passt am besten ein weißes, crème- oder champagnerfarbenes Kragenhemd mit Umschlagmanschetten.
  • Tracht: Das Trachtenhemd ist traditionell mit einem Stehkragen ausgestattet und wird in der Front von einer Hirschhornknopfleiste geziert.

Was ist angesagt?

Die Mode ist kein starres Konstrukt, sondern stets dehn- und wandelbar. Dies trifft natürlich auch auf die Hochzeitsmode zu. Heute ist in Bezug auf das Hochzeitsoutfit viel mehr möglich, als dies vor gar nicht so langer Zeit der Fall war. Es sind zwar stets gewisse Trends zu verzeichnen, dennoch steht es dem Brautpaar offen, sich frei für jenes Brautkleid oder dieses Hochzeitshemd zu entscheiden. Üblicherweise sind klassische, elegante Hemden in Weiß, Creme- oder Champagnerfarben anzutreffen, es spricht aber nichts dagegen, sich für eine schwarze Variante zu entscheiden.

Ein Trend in puncto Hochzeitshemd ist, dass sich die farbliche Gestaltung nach dem Hochzeitskleid der Braut richtet, damit ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Wenn Sie als Bräutigam vom klassischen Hochzeitsoutfit Abstand halten möchten, stehen ihnen zahlreiche Wege offen, um sich modisch zu entfalten. So können beispielsweise zweifarbige Kombinationen gewählt werden oder Sie tragen ein Jeanshemd zur Anzughose. Extravagante Farbkombinationen, Muster und Schnitte sind im Kommen, es gibt inzwischen auch wild gemusterte Hochzeitshemden. Das ist zwar mutig, falls es aber Ihrem Naturell entspricht, gibt es nichts, was dagegen spricht.

Was ist ein typisches No-Go?

Wenn man die Hochzeitskollektionen der großen Designer näher betrachtet, wird schon klar, dass es heutzutage praktisch nichts gibt, das unmöglich scheint. Sie sollten jedoch bedenken, dass das Hochzeitsoutfit auch dem Rahmen der Hochzeit entsprechen sollte.

Grundsätzlich steht es dem Bräutigam selbstverständlich frei sich zu entfalten, grundsätzlich kann auch in T-Shirt und Jogginghose geheiratet werden – schließlich ist es die Liebe, die im Vordergrund steht und nicht die Kleidung. Sollten Sie aber ein Bräutigam sein, der Wert auf einen gewissen Stil legt, der diesem besonderen Ereignis entspricht, dann sollten Sie sich einige Tipps zu Herzen nehmen, um nicht ins Fettnäpfchen zu treten.

Es folgen abschließend einige typische No-Gos auf Hemd, Anzug und Accessoires bezogen, die vermieden werden sollten:

  • Muster: Gestreifter Anzug und gestreiftes Hemd, dazu eine Krawatte in Karo? Das geht einfach nicht!
  • Farbenspiel: Sind Farbharmonie und Farbkontraste unausgewogen, kann schon ein Karnevalfeeling aufkommen.
  • Brautkleid vs. Hochzeitshemd: Trägt die Braut ein weißes Kleid, dann ist das champagner- oder cremefarbene Hemd ein No-Go.
  • Kunstfaserhemd: Es mag zwar bügelfrei sein, doch man sieht ihm seine Pflegeleichtigkeit auch an!
  • Kurzarmhemd: Es kann im Sommer fein luftig sein, gilt in Modekreisen mit Krawatte aber schon per se als No-Go – geschweige denn am Hochzeitstag.
  • Freizeithemd: Wie der Name bereits verrät, handelt es sich hierbei nicht um ein Hemd, das zum Anlass einer Hochzeit passt.
  • Button-Down-Kragen: Passt unmöglich zum Anzug oder zweireihigen Sakko.
  • Die Farbe Hellblau: Das hellblaue Businesshemd, einfarbig oder gestreift, gilt für den Hochzeitstag als nicht fein genug.
  • Wollhemd: Hemden aus Wolle sind zwar überaus wärmend und robust, aber für feinere Anlässe nicht geeignet.

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