Die besten Skigebiete der Welt – Österreich an der Spitze

Jedes Jahr küren unterschiedliche Magazine die besten Ski- und Snowboardgebiete der Welt und regelmäßig sind österreichische Vertreter unter den ersten Rängen. Erneut ganz oben und seit einiger Zeit weltweit eines der Topgebiete ist der österreichische Ort Kitzbühel.

Doch warum sind die Pisten dort so begehrt? Welche Abfahrten sind befahrbar und was zeichnet diese aus? Neben Kitzbühel gibt es natürlich noch andere beliebte Orte. Nicht nur in Europa, sondern weltweit. Dennoch gilt es hier einen Blick auf die bekanntesten Regionen in Österreich, Deutschland und der Schweiz zu richten. Ferner sollen auch zwei aufsteigende Kandidaten Erwähnung finden, die in Zukunft ebenfalls mit steigenden Besucherzahlen rechnen können.

Wer entscheidet das?

Wie jedes Jahr trifft sich eine Jury, die aus vielen unterschiedlichen Bereichen besteht. Wintersportler, Reiseveranstalter, Agenturen oder Pressevertreter entscheiden, welche Gebiete weltweit zu den Besten gehören. Heute.at behauptet, dass rund 1,4 Millionen Freizeitsportler online an der Abstimmung teilgenommen haben. Das Ergebnis – Kitzbühel als das weltweit beste Skigebiet – ist also durchaus repräsentativ.

Was zeichnet Kitzbühel aus?

Innerhalb Österreichs und weltweit ist die Gamsstadt in der Gesamtheit unübertroffen. Doch nicht nur diese beiden Trophäen gingen dorthin. Auch das weltbeste Skihotel von 2015 steht dort. Doch warum ist der Ort so begehrt?

pisten-artenDie unterschiedlichen Pistenarten: Zum einen die Vielfalt der Pisten, denn es ist für jeden etwas dabei, ob Einsteiger, Fortgeschrittener oder Profi. Wer also Ski- oder Snowboard fahren und seinen Horizont erweitern möchte, der findet dort die unterschiedlichen Begebenheiten vor.

Diese Website hilft bei der Auswahl des richtigen Materials, denn in den modernen Ski- und Snowboardgebieten lassen sich die verschiedenen Variationen, ob Allmountain, also schlicht auf der Piste, Freestyle in den großen Funparks oder Tiefschnee außerhalb der Piste auf gekennzeichneten Touren testen. Unterschiedliche Schneetiefe und/oder Härte entscheiden schließlich bei den Fortgeschrittenen über das passende Equipment.

Allerdings müssen gerade Einsteiger, die erstmalig auf den Berg fahren, sich im Vorfeld über das richtige Material beraten lassen. Sie brauchen sich jedoch in Kitzbühel keine Sorgen zu machen. Das Fahrerniveau ist unterschiedlich, sodass die Gebiete sowohl einsteigerfreundlich sind, als auch für geübtere Fahrer einige Herausforderungen bereithalten. Wer zum ersten Mal auf einem oder zwei Brettern steht, kann kostenfreie Förderbänder nutzen.

Dies zeichnet das Gebiet aus, denn die Pisten sind ideal zum Schnuppern geeignet und teilweise auch kostenfrei. Das hat der Vorteil, dass nicht direkt ein Skipass zu kaufen ist. Eine Besonderheit, die zeigt, dass die Betreiber versuchen, ein breites Publikum anzusprechen. Zudem gibt es nicht nur für Skifahrer, sondern auch für Snowboardfahrer viele unterschiedliche Einsatzgebiete mit differenzierendem Niveau und variierendem Untergrund.

Die Schneesicherheit: Neben dem Pistenangebot ist auch die Schneesicherheit ein Faktor, der für das Gebiet spricht. Aufgrund der Nordwest-Staulage ist die Schneesicherheit sehr hoch, zumal alle Pisten mit Schneekanonen ausgestattet sind, welche über einen 150.000 m³ Speichersee versorgt werden.

Die Bedingungen, hier zu fahren, sind also sehr gut. Die Tiroler Tageszeitung geht auf die aktuelle Schneesituation im Winter 2015 ein. Während viele Gebiete um ihren Betrieb bangen müssen, sieht es in Kitzbühel noch nicht so dramatisch aus. Zwar sind die Weltcuppisten noch nicht bereit, dies liegt aber daran, dass diese bis in das Tal hineinreichen. Oben auf den Gipfeln lässt sich weiterhin fahren. Bis Anfang Mai ist es möglich, auf den Hängen des Ortes zu carven, springen und zu wedeln.

Die Größe des Gebiets: Insgesamt 173 Pistenkilometer, die zur Hälfte aus leichten Pisten und zu 15 Prozent aus schwierigen Strecken bestehen, sind charakteristisch für Kitzbühel, den Ort, an dem 1895 das erste Skirennen stattfand und der seit Jahrzehnten den Skitourismus entscheidend mitgeprägt hat. Zudem gibt es weitere Skirouten, die sich auf 36 Kilometer erstrecken und zu den nicht-präparierten Pisten gehören. Zu diesen zählt auch die „Streif“ auf die im unteren Teil des Textes noch detaillierter einzugehen ist.

Das alternative Angebot: Doch nicht nur für Skifahrer bietet die Region einiges. Wer im Frühjahr oder im Herbst auf den Gipfeln Ski- und Snowboard fährt, kann sich auch einen Tag Auszeit nehmen und andere Abenteuer erleben. Hier ist das Paragliding hervorzuheben, das einen atemberaubenden Blick über die Berge eröffnet. Alle diejenigen, die lieber auf der Erde bleiben, können ihren Adrenalinkick bei einer Rafting-Tour suchen. Hier wird mit einem Schlauchboot ein reißender Fluss heruntergefahren. Guides sorgen für die Sicherheit, sodass eigentlich kein Risiko besteht. Nichtsdestotrotz bietet es eine gelungene Abwechslung zum Ski- und Snowboardalltag und zeigt ein weiteres Mal die Vielseitigkeit der Skigebiete. Denn auch wenn Kitzbühel aus der Masse hervorsticht, so gibt es dennoch auch andere Orte, die ebenfalls aufgrund ihrer Qualität überzeugen.

Der Hahnenkamm – Kitzbühels ganzer Stolz

Wo jährlich das bekannteste Abfahrtsrennen der Welt zahlreiche Prominente anzieht, können die normalen Skifahrer auch alleine fahren. Die „Streif“, bekannt für waghalsige Passagen und halsbrecherisches Tempo ist ein Magnet und ein Alleinstellungsmerkmal Kitzbühels.

hahnenkammEs gilt im Ski und Snowboardzirkus als die Abfahrt schlechthin und zeichnet sich durch scharfe Geländekanten, eine sehr hohe Geschwindigkeit sowie einige Steilhänge aus.

Die Strecke an sich ist 3,3 Kilometer lang und hat eine Maximalgeschwindigkeit von 145 Kilometern pro Stunde. Das Foto zeigt die Anforderungen, die an die Rennläufer bei diesem Rennen gesetzt werden. Hohe Kompression, hohe Geschwindigkeit und vor allem schnelle Reaktion an den vielen Kanten und engen Kurven sind charakteristisch für diese Piste.

Welche anderen Gebiete sind gekürt worden

Neben dem österreichischen Gebiet sind auch noch andere Pisten positiv hervorgehoben worden. Erstaunlicherweise waren es nicht nur die bekannten Destinationen, die auf sich aufmerksam machten, sondern ebenfalls Regionen, die bisher vielleicht noch nicht auf der Liste bekannter Skiresorts standen.

Repräsentativ für die Nominierten in dieser Gruppe, die sich jedoch nicht gegen den Spitzenreiter aus Österreich durchsetzen konnten, sind Aramón Cerler in Spanien und Czarna Góra in Polen zu nennen. Beide Gebiete sind nicht sehr bekannt auch nicht sonderlich groß, können jedoch durch Liebe zum Detail, gute Pistenverhältnisse sowie ein abwechslungsreiches Angebot für Groß und Klein, bei erfahrenen Alpinsportlern und Anfänger punkten.

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In Deutschland: Garmisch-Partenkirchen: Das ist keine bahnbrechende Neuigkeit, denn „GAP“ ist seit Jahren das Maß aller Dinge in der deutschen Ski- und Snowboardszene. Allerdings liegen dort nicht nur die besten Pisten Deutschlands, sondern auch das beste Ski-Hotel, die beste Ski-Boutique sowie das beste Ski-Chalet. Insgesamt handelt es sich um die drei Bereiche Kreuzeck, Hausberg sowie Alpspitze, die in dem Gebiet Garmisch-Classic zusammengefasst sind und in Deutschland offensichtlich die gefragteste Destination darstellt. Zudem liegt die Zugspitze in diesem Gebiet, welche ebenfalls jährlich zahlreiche Besucher anlockt.

Auf dieser Homepage werden die Eigenschaften des Berges näher dargelegt. Zum einen liegt er direkt in der Grenzregion zwischen Deutschland und Österreich und ist somit von beiden Ländern aus erreichbar. Zum anderen ist sie mit 2.962 Metern der höchste Berg des Nachbarlandes. Der Gletscher Zugspitzblatt bietet in der gesamten Skisaison Schneesicherheit, ein Charakteristikum, welches ebenfalls für die Region spricht.

In der Schweiz: Laax: Bei den Eidgenossen gibt es nur wenige Skigebiete, die größer sind. Laax verfügt über 235 Pistenkilometer, 29 Liftanlagen und vier Snowparks. Gerade für Freestyle-Fahrer wird hier einiges geboten, denn in Laax steht die größte Superpipe der Welt. Hervorzuheben ist zudem die Höhe der Pisten, denn 70 Prozent aller Strecken liegen über 2000 Meter über dem Meeresspiegel. Während in Österreich und Deutschland die Entscheidung über den Sieg jedoch eindeutig ist, lebt die Schweiz durch den Konkurrenzkampf.

Denn neben Laax gibt es auch St. Moritz, Davos/Klosters oder Ischgl. Was allerdings deutlich hervorsticht, ist die Dominanz des Kantons Graubünden, denn ein großer Teil der Top-Gebiete ist dort zu finden. Fakt ist allerdings, egal auf welchen Pisten der Welt sich die Ski- und Snowboardfahrer tummeln, der Spaß auf den Brettern kommt nie zu kurz.

Pixabay © Atarythm (CC0 Public Domain 1.0)

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