Die Hochzeit meines besten Freundes… Was soll ich bloß anziehen?

Wenn die ersten Blumen sprießen, die Temperaturen steigen und die Sonne wieder vom blauen Himmel lacht… dann, na dann beginnt die Hochzeits-Saison!

Auch wer die eigene Hochzeit bereits gefeiert hat oder sie in weite Ferne rückt, bleibt von Eheschließungen nicht verschont. Bei einem großen Freundeskreis sind es immer mal wieder die ein oder anderen, die sich dafür entscheiden, sich das „Ja-Wort“ zu geben.

Die Ehe lebt weiter – aller Scheidungs-Statistiken zum Trotz

Und das sind – entgegen aller Scheidungsstatistiken zum Trotz – nicht unbedingt wenige: Eine Umfrage der „Bild am Sonntag“ zeigt, dass etwa 45 % der Befragen sicher heiraten möchten, rund 25 % haben sich noch nicht für oder gegen eine Hochzeit entschieden und etwa 30 % wollen nicht heiraten.

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Hochzeit: Immer noch für viele ein fester Lebenswunsch

Trotz Unlust an der Trauung ist die Hochzeit noch immer für einen Großteil der Bürger ein fester Wunsch. Während nur 11 % der unter 30-jährigen verheiratet sind, leben 66 % der über 50-jährigen in einer Ehe.

Ob als Bräutigam oder als Gast – auf einer Hochzeit sollte „Mann“ natürlich stilvoll und passend bekleidet erscheinen. Einfacher gesagt, als getan – wir bieten einen Überblick zu den Dress-Codes der Hochzeiten.

Outfit und Ort der Trauung

Die Orte für Trauungen sind heute auch mal ausgefallen: Manch einer heiratet auf den Bahamas am Strand, auf einer Almhütte weit oberhalb des Trubels der Stadt oder auf einem hübschen Schloss. Während die einen im Standesamt „Ja!“ sagen, tun dies die anderen in der Kirche vor dem Angesicht Gottes.

Grundsätzlich gilt, dass das Outfit dem Ort angepasst werden sollte. Wird auf einer Almhütte Hochzeit gefeiert, muss Herr als Gast keinen Smoking tragen – und die eingeladenen Damen werden wohl auf ein bodenlanges, superelegantes Abendkleid verzichten. Wird das Paar auf einer Hütte in Kärnten getraut, treffen Lodenmantel und Dirndl wohl eher das gewünschte Outfit.Ist der Ort der Trauung außergewöhnlich, sollten Sie den Kleiderwunsch des Brautpaares im Vornherein abklären.

Sie sind Gast in der Kirche
Sind sie bereits bei der Trauung in der Kirche und für das anschließende Essen bzw. die Feier eingeladen, gelten – falls vom Brautpaar nicht anders kommuniziert – die klassischen Kleiderregeln.

Eine klassische Kombination ist ein grauer Anzug mit einem weißen Hemd (wer mutiger ist: ein pastellfarbenes Hemd dazu, z.B. Flieder) oder aber ein dunkelblauer Anzug mit hellblauem oder beigem Hemd.

Vermählung auf einem Schloss oder auf einem Landgut

Wenn es etwas festlicher sein soll, dann einen klassischen schwarzen Anzug und ein weißes Hemd mit schwarzer Krawatte. Übrigens dürfen Männer diese Kombination auch dann tragen, wenn der Bräutigam sie ebenfalls trägt.

Nur die eingeladenen Damen dürfen sich nicht in derselben Farbe kleiden wie die Braut. Allerdings sollten eingeladene Herren niemals ein formelleres Outfit tragen als der Bräutigam.

Tipp: Stress vermeiden und sich rechtzeitig über die Kleidungsordnung informieren

Das heißt: Trägt der Bräutigam einen Smoking, sollte der Gast nicht in einem Frack erscheinen. Klären Sie also vorher ab, welche Kleidung der Bräutigam wählt. Je nach Dress-Code kommen für festliche und elegante Hochzeiten verschiedene Kombinationen in Frage:

-Cutaway: Sieht aus, wie ein zu kurzer Frack und ist ein eleganter Anzug für den Tag und besonders für Hochzeiten geeignet. Passend sind z.B. ein hellgrauer Cut, schwarze Schuhe, ein weißes Hemd mit hellgrauer Weste.

-Stresemann: Der Stresemann ist ein Anzug, der nach Gustav Stresemann benannt wurde. Er eignet sich für förmliche Anlässe – allerdings wird er nur bis 17.00 Uhr getragen. Dieser Anzug hat einen etwas weniger förmlichen Charakter wie der Cutaway.

-Smoking: Auch als „Black Tie“ bezeichnet; er wird allerdings nur am Abend getragen, am Vormittag wird er durch den Cutaway oder den Stresemann ersetzt.

-Dinnerjacket
-Nadelstreifen-Sakko in Schwarz, Anthrazit oder Dunkelblau

Sommer- und Wintergarderobe

Idealerweise hängen in Ihrem Kleiderschrank gleich zwei Hochzeitsoutfits: Eines für den Sommer und eines für den Winter. Ein dunkler Anzug mit blütenweißem Hemd kleidet Sie im Winter stilvoll ein; erlaubt sind ein anthrazitfarbener Drei-Knopf-Anzug, ein dezenter Nadelstreifenanzug oder ein dunkelgrauer Anzug.

Tragen Sie dazu einen klassisch-eleganten Mantel aus Schurwolle – der hält garantiert auch in eisigen Kirchen warm.
Im Sommer sind helle Farben und leichte Materialien angesagt:

Findet das Hochzeitsfest eher informell im Garten der Gastgeber statt, können Sie sich auch für einen sommerlichen, hellen Leinenanzug entscheiden. Aber bitte mit eleganten Schuhen!

Für das festliche Sommeroutfit können Herren ansonsten zu Anzügen mit Longsakko greifen, z.B. in Creme- oder Champagnerfarben, in Hellbraun, Beige, Graubraun oder Caramell. Wer möchte, kombiniert dazu Hemden in Pastellfarben, z.B. in Flieder oder Rosa.

Was muss ich anziehen, wenn „Black Tie“ auf der Hochzeitseinladung steht?
Geht aus der Hochzeitseinladung klar hervor, dass die Gastgeber „Black Tie“ wünschen, ist die Garderobenfrage nun geklärt. Zum Hochzeitsdiner am Abend sollen die männlichen Gäste im klassischen Smoking erscheinen. Dazu gehört eine schwarze Krawatte.

Übrigens wird zum Smoking keine klassische Armbanduhr, sondern eine Taschenuhr getragen. Ist „Black Tie“ erwünscht, trägt die Dame dazu ein elegantes, bodenlanges Abendkleid oder ein Cocktailkleid.

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