Erektionsprobleme: Diagnosen und Therapien

Wenn Männer unter Erektionsproblemen leiden, dann fällt es ihnen meist schwer, darüber zu sprechen. Doch Schweigen – vor allem gegenüber der Partnerin – verschärft die Situation nur; so sollten Männer rasch Rat bei Ärzten einholen und möglichst offen mit Erektionsproblemen umgehen.

Inzwischen gibt es zahlreiche unterschiedliche Behandlungsmethoden für die erektile Dysfunktion. Für eine erfolgreiche Therapie braucht es zuerst die richtige Diagnose, denn hinter der erektilen Dysfunktion können sich psychische Belastungen genauso verbergen wie organische Ursachen.

Die Erektile Dysfunktion kann viele Ursachen haben

Wann spricht man eigentlich von einer Erektionsstörung? Wenn ein Mann zwei- oder dreimal keine Erektion bekommt? Nein, dies wäre völlig normal. Dass Männer immer können, ist ein Mythos – schließlich sind die Sexualität und die Erfahrung von Lust hochgradig von der Stimmung abhängig. Sexualität, Körper und Seele hängen eng zusammen, auch beim Mann.

Von einer Erektionsstörung spricht man erst dann, wenn ein Mann in keiner Situation mit der Partnerin eine Erektion haben kann und dies regelmäßig geschieht. Eine Störung liegt also erst dann vor, wenn es so gut wie gar nicht mehr zu einer Erektion kommt. Erektionsstörungen können unterschiedliche Ursachen haben.

  • Ein Überblicküber organische Ursachen
    ● Nebenwirkungen von Medikamenten,vor allem von Medikamenten gegen
    – Gefäßleiden und Bluthochdruck
    – Koronare Herzerkrankungen
  • Diabetes
  •  Fettstoffwechselstörungen
  •   Testosteronmangel bzw. Hormonmangel
  • Operationen im kleinen Becken
  •  Beckenbodenschwäche
  • Diverse Krebsarten, z.B. Prostatakrebs
  •  Arteriosklerose

Quelle: https://www.gesundheit.gv.at/Portal.Node/ghp/public/content/sexuelle-funktionsstoerungen-erektion-erektile-dysfunktion.html
Häufig werden Störungen nicht durch organische Ursachen an sich, sondern durch die Einnahme von Medikamenten ausgelöst. Besonders blutdrucksenkende Mittel, die bei Bluthochdruck verschrieben werden, dämpfen die Erregbarkeit und bremsen die Libido. Auch Operationen im kleinen Becken, z.B. bei Prostatakrebs, können Auswirkungen auf die Erektion haben.

  • Psychische Ursachen
  • Dauerhaft hohes Stresslevel
  •  Angst vor Versagen
  • Leistungsdruck im Beruf und im privaten Bereich
  • Konflikte in der Beziehung
  • Depressionen
  • Angst vor Intimität

Der Körper reagiert auf psychische Befindlichkeiten, so kann chronische Überforderung das vegetative System in Körper auf jene Weise aktivieren, als ob Gefahr drohe. Botenstoffe wie Noradrenalin und Adrenalin versetzten die wichtigsten Körperfunktionen in Alarmbereitschaft, während weniger wichtige Funktionen – wie die Erektion – eingeschränkt werden.

Sweet Dreams

Therapien sind heute so wirksam und vielfältig wie nie zuvor

Wer eine körperliche Störung vermutet, geht meist zum Urologen – wer glaubt, eine psychische Belastung verberge sich hinter der Flaute im Bett, sucht einen Psychotherapeuten auf. Leider gibt es nur wenige Ärzte, die beides sind.

Der beste Beweis für körperliche Unversehrtheit sind Spontanerektionen in der Nacht. Dann steht man nicht unter Druck – und plötzlich klappt’s. In diesem Fall kann „Mann“ sicher sein, dass psychologische Ursachen der Grund für die Störung sind.
Heute können sexuelle Störungen auf vielfältige Weise und entsprechend dem Auslöser therapiert werden.

Ein Überblick über gängige Therapieverfahren:

  •  Sildenafil ist der wohl bekannteste Wirkstoff, um Erektionsprobleme zu behandeln. Der Stoff, aus dem z.B. auch die bekannte blaue Pille Viagra besteht, fördert die Blutzufuhr in Richtung Penis und drosselt den Blutabfluss. Lange Zeit alleiniger Marktführer, existieren seit einigen Jahren preiswerte Nachahmerprodukte bzw. PDE-5-Hemmer. Doch Achtung: Bei Hormonmangel oder Beckenbodenschwäche kann Sildenafil nicht helfen!
  •  Pflanzliche Potenzmittel können Impotenz ebenfalls wirksam beseitigen und eignen sich für alle, die lieber auf Homöopathie als auf Schulmedizin setzen. Ein Beispiel für ein pflanzliches Mittel, das die Libido stärkt, ist „Turnera diffusa“, auch Damiana genannt. Das homöopathische Mittel wird aus den Blättern des gleichnamigen Strauchs gewonnen. Weitere Informationen zu pflanzlichen Potenzmitteln gibt es auf dem Genussportal lustvolle-liebe.de nachzulesen.
  •  Den Testosteronmangel auszugleichen ist ebenfalls eine Möglichkeit, um die Potenz wiederherzustellen. Wird ein Testosteronmangel festgestellt, kann eine Hormongabe Sinn machen. Das Testosteron wird in Gelform auf die Haut aufgetragen oder in den Muskel gespritzt.
  • Eine Psychotherapie oder eine psychologische Beratung durch den Sexualtherapeuten hilft bei psychisch bedingter Erektionsstörung. Da sich die seelischen und körperlichen Ursachen auf den ersten Blick nicht immer im Detail trennen lassen, kann ein Gespräch mit einem Sexualtherapeuten auch hilfreich sein, um den Ursachen auf den Grund zu kommen. Für eine ärztlich verordnete Psychotherapie kommt die gesetzliche Krankenkasse auf.

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