Geschenk an den Trauzeugen

Als Trauzeuge ernannt zu werden, gilt auch heute noch als eine große Ehre. Es ist ein Zeichen dafür, dass einem viel Vertrauen entgegengebracht wird. Männer entscheiden sich oft für den besten Freund oder den Bruder.

Er soll im Rahmen einer Hochzeit – und darüber hinaus – Unterstützung leisten. Trauzeuge zu sein ist demnach eine verantwortliche Aufgabe, die gewissermaßen ehrenamtlich ausgeführt wird. Aus diesem Grunde wird ihm traditionell ein Geschenk überreicht, um sich für seine Bemühungen herzlichst zu bedanken.

Warum sollte der Trauzeuge beschenkt werden?

In Österreich sind zwei Trauzeugen vorgeschrieben, doch seit dem 1. November 2013 kann die Eheschließung auch ohne bzw. mit nur einem Zeugen erfolgen. Voraussetzung ist, dass beide Verlobten ihr Einverständnis erteilen. Einst war eine Heirat ohne Zeugen gar nicht möglich, heute hat das das Brautpaar die Wahl. Meist wird auf die Anwesenheit des Trauzeugen aber nicht verzichtet. In Bezug auf kirchliche Hochzeiten sind Zeugen ohnehin in jedem Fall vorgesehen. Es kommt sogar vor, dass bei der Hochzeit nur das Brautpaar und die beiden Trauzeugen anwesend sind.love, romance, holiday, celebration concept - man opening gift b

Dies verdeutlicht, dass die Rolle des Trauzeugen bei der Eheschließung nach wie vor als besonders wichtig eingestuft wird – auch wenn darauf laut Gesetz verzichtet werden könnte. Es ist möglich, dass der Trauzeuge in der Tat nur als Zeuge fungiert. Ferner geht er keinerlei Verpflichtungen ein. In puncto Tradition ist es aber üblich, dass der Trauzeuge viel dazu beiträgt, dass das Hochzeitsfest nach Plan verläuft.

Er steht dem Bräutigam mit Rat und Tat zur Seite, unterstützt ihn hinsichtlich der Brautmode, übernimmt kleinere Erledigungen und hilft bei der Planung und Organisation der Hochzeit mit. Er verwahrt die Ringe, bis er sie dem Bräutigam vor der Eheschließung überreicht.

Er organisiert den Polterabend und überwacht die Geschenkeliste. Und nach der Heirat beweist er sich in so manchem Fall als unverzichtbarer Streitschlichter und Vermittler. Da stellt sich nicht mehr die Frage, warum das Trauzeugengeschenk als angemessen erscheint.

Was sollte das Trauzeugengeschenk aussagen?

Ihr Trauzeuge hat Sie im Laufe der Hochzeitsvorbereitungen immer wieder mit Freude und Elan unterstützt? Er hatte ein Auge auf alles und konnte sich immer wieder positiv einbringen? Er hat sich schon längst als guter Freund und Helfer bewiesen, wann immer er gebraucht wurde? Dann sollten Sie – spätestens jetzt – darüber nachdenken, wie Sie ihm eine große Freude bereiten könnten. Sie möchten Ihrem Trauzeugen „Danke“ sagen? Dann sollten Sie überlegen, mit welchem Geschenk Sie ihn überraschen könnten.

Es gibt viele Wege, um sich erkenntlich zu zeigen, natürlich abhängig von Ihren finanziellen Möglichkeiten und von den individuellen Interessen Ihres Trauzeugen. Bedenken Sie, dass Sie keine Unsummen ausgeben müssen, das Trauzeugengeschenk sollte vielmehr verdeutlichen, wie sehr Sie seine Hilfe zu schätzen wissen.

Es geht darum, ein Zeichen zu setzen und sich für das Engagement erkenntlich zu zeigen. Grundsätzlich eignet sich ja jedes erdenkliche Präsent, wichtig ist, dass damit Ihre Wertschätzung transportiert werden kann. Ihr Trauzeuge sollte spüren, dass Sie sich nicht einfach für das erstbeste Geschenk entschieden haben, sondern dass Sie sich Gedanken darüber gemacht haben, wie Sie ihm eine Freude bereiten können. Sie können sich für etwas entscheiden, das Bestand hat und den Trauzeugen ewig an Ihre Freundschaft erinnern wird, oder sich etwas Einmaliges einfallen lassen, das für immer in Erinnerung bleiben wird.

Was schenkt man dem Trauzeugen?

Es gibt typische Trauzeugengeschenke, vom Flachmann bis hin zu Manschettenknöpfen, aber auch ganz ausgefallene Überraschungen. Das Geschenk für den Trauzeugen kann gekauft oder selbst gemacht werden. Nun liegt es an Ihnen, im Gefühl zu haben, worüber Ihr bester Freund oder Bruder sich am allermeisten freuen würde. Das Geschenk kann schon vor der Eheschließung, am Tag der Hochzeit oder auch nach den Festlichkeiten überreicht werden. Des Weiteren werden Trauzeugen auch gerne an runden Hochzeitstagen beschenkt. Es folgen einige Tipps zur Inspiration:

  • Ein gemeinsames Abendessen im Lieblingslokal des Trauzeugen
  • Eine gute Flasche Champagner, Rum oder Whiskey (abhängig von den jeweiligen Präferenzen)
  • Stadionkarten für ein besonderes Fußballspiel
  • Sich gemeinsam – wie in den guten alten Zeiten – im Nachtleben tummeln
  • Sportzubehör
  • Ein bestimmtes Buch
  • Ein Geschenkkorb mit vielen Leckereien
  • Karten für ein Event (Konzert oder Theater)
  • Gutschein für ein Wellness-Wochenende
  • Eine Uhr oder Schmuck
  • Ein gemeinsamer Ausflug
  • Eine personalisierte CD
  • Ein Abonnement (Kino oder Theater)
  • Ein selbst gestalteter Kalender (mit Hochzeitsfotos)
  • Gutscheine
  • Ein Geschenk mit Monogramm.

Was Sie bei der Geschenkauswahl beachten sollten

Wenn Sie ein wenig in sich gehen und nachdenken, fällt Ihnen bestimmt etwas Besonderes ein, das Sie Ihrem Trauzeugen schenken können. Zu guter Letzt folgen einige Tipps, die Sie bei der Auswahl beachten sollten:

  • Lassen Sie das Geschenk für den Trauzeugen auf keinen Fall von der Braut besorgen. Es sollte sich schließlich um ein persönliches Geschenk handeln – gewissermaßen ein Abschiedsgeschenk vom Junggesellen-Dasein.
  • Das Geschenk für den Trauzeugen sollte weder zu extravagant noch zu billig sein. Langweilig sollte es aber auch nicht sein.
  • Sie sollten für das Geschenk des Trauzeugen auf keinen Fall den Rahmen Ihres Bankkontos sprengen – das kann die Idee, die dahinter steckt, in den Schatten stellen. Der beste Freund oder Bruder weiß auch Kleinigkeiten zu schätzen.

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