Liebe im Netz – Dating-Cafe und iLove im Singlebörse Test

Psychologen, die das digitale Flirten im Netz genauer unter die Lupe nehmen, unterscheiden zwischen Singlebörsen und Online-Partnervermittlungen. Während letztere dazu dienen, einen langfristigen Partner zu finden, sind die Singlebörsen auch für ungezwungene Kontakte und Dates geeignet.

Natürlich können auch Mitglieder einer Singlebörse auf der Suche nach einer festen Beziehung sein – und Nutzer von Online-Partnervermittlungen das Abenteuer suchen.

Die unabhängige Verbraucherinstanz Stiftung Warentest hat im vergangenen Jahr diverse Plattformen beider Formen der digitalen Anbahnung etwas genauer unter die Lupe genommen und verlieh den preisgünstigen Singlebörsen Dating-Cafe und iLove die Note „befriedigend“. Wir stellen die beiden Singlebörsen genauer vor und zeigen, wo die Aussicht auf das Liebesglück am größten ist.

Dating-Cafe: Das Single-Portal für alle, die keine 20 mehr sind

Stiftung Warentest hat Dating-Cafe 2011 zur „Besten Singlebörse“ auserkoren. Die Plattform gibt es bereits seit 1998, das Unternehmen gehört also zu den Pionieren der Singlebörsen. Neben der üblichen Plattform-Tätigkeit organisiert Dating Cafe auch regelmäßig Veranstaltungen, z.B. Speed-Dating oder Single-Reisen. Das Design der Seite ist einfach und klar – auch hier wird deutlich, dass das Zielpublikum 30 + ist – einem Zwanzigjährigem würde die Seite vermutlich etwas farblos und starr vorkommen.

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Zielgruppe
Wie der Claim des Portals bereits aussagt, tummeln sich bei Dating Cafe Singles zwischen 30 und 50. Viele Mitglieder senden ihren Lichtbildausweis an die Plattform, so dass Fake-Profile bei Dating Cafe die Seltenheit sind. Aktuell hat das Portal etwa 1,5 Millionen aktive Mitglieder, das Geschlechterverhältnis ist ausgeglichen.

So funktioniert’s
Auch bei Dating Cafe ist eine Premium-Mitgliedschaft notwendig, um die vollen Kontaktfunktionen nutzen zu können. Wer will, darf die Mitgliedschaft eine Woche lang kostenlos testen. Dann können interessante Singles zum Privatchat eingeladen werden und sie können alle Profilfotos sehen.

Wird nach der Probezeit die Premium Mitgliedschaft nicht verlängert, läuft sie aus. Registrierte Teilnehmer ohne Mitgliedschaft können einige Basisfunktionen nutzen, wie z.B. ein Singleprofil mit Foto veröffentlichen, Sympathieklick senden und SMS an Teilnehmer senden.

Die Kosten
Die Kosten richten sich nach der Länge des Vertrages. Dating Cafe ist relativ günstig. Positiv zu erwähnen ist, dass die Premium-Mitgliedschaft nicht – wie bei vielen Portalen – automatisch verlängert wird, wenn der Kunde nicht kündigt. Abo-Fallen gibt es hier keine.

3 Monate – 18,90 Euro pro Monat
6 Monate – 12,90 Euro pro Monat
12 Monate – 9,90 Euro pro Monat

Vor- und Nachteile
+1,5 Mio. Mitglieder
+keine Abo-Fallen
+relativ günstig
+Datensicherheit

-Single-Events und Single-Reisen kommen eher Werbung gleich
-kostenlose Funktionen sind nur sehr eingeschränkt nutzbar

iLove
Im Jahr 2003 wurde iLove in Berlin gegründet. Die Singlebörse setzt vorrangig auf Flirten und Daten – der Spaß steht im Vordergrund. Das schließt natürlich die Suche nach dem Traumpartner mit ein. iLove ist nicht nur in Deutschland, sondern auch noch in der Schweiz, in Österreich, Polen und in weiteren osteuropäischen Ländern aktiv. Das Portal gehört zu den 40 reichweitenstärksten Webseiten in Deutschland

Zielgruppe
Derzeit sind etwa 4 Millionen Singles bei iLove registriert – eine beeindruckende Zahl. iLove selbst hat zum Geschlechterverhältnis noch keine Zahlen veröffentlicht, angeblich sollen jedoch weitaus mehr Männer als Frauen bei iLove registriert sein. Die Aufmachung der Seite deutet darauf hin, dass ein eher junges Publikum angesprochen wird. Tatsächlich zählen junge Singles bis etwa Mitte 30 zur Zielgruppe.

So funktioniert’s
Mit Nachrichten, Chat oder dem „Schnuffelgruß“ treten die Singles miteinander in Kontakt. Die Webseite ist recht nutzerfreundlich organisiert und die Seitenladezeiten sind kurz. Die hauseigene iLove-Werbung, die auf eigene Gewinnspiele verweist, kann mitunter etwas störend sein.

Die Basics sind bei iLove kostenlos, dazu gehören z.B. das Erstellen des Accounts und die Suche nach anderen Singles samt Foto. Wer ein „Flirtpaket“ bezahlt, kann alle Funktionen uneingeschränkt nutzen, also Kontakt mit anderen Singles aufnehmen, Chats nutzen und Kommentare schreiben.

Kosten
Im Vergleich zu anderen Börsen sind die Preise bei iLove sehr günstig. Wie üblich richtet sich die Kostenstruktur nach der Vertragsdauer:

1 Monat: 19,90 Euro pro Monat
3 Monate: 15,99 Euro pro Monat
12 Monate: 7,99 Euro pro Monat

Bezahlt werden kann per Handy, per Online-Bezahldienst (Click and Buy), per Lastschrift, Kreditkarte, Sofortüberweisung oder Rechnung. Auch bei iLove verlängert sich das Flirtpaket automatisch, wenn es nicht bis spätestens zum zweitletzten Tag der Mitgliedschaft gekündigt wird.

Vor- und Nachteile
+ 4 Mio. Mitglieder
+ sehr günstig
+ hohe Datensicherheit, wenig Fake-Profile

-Abo verlängert sich automatisch, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird.

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