Liebe im Netz – FriendScout 24 und Parship.de im Test

Endlich den Traumprinzen finden? Oder einfach Lust, ganz unverbindlich neue Leute kennenzulernen? Online-Partnervermittlungen und Singlebörsen buhlen um Kunden.

Immer mehr Menschen, vor allem die junge, „digitale“ Generation, verlegt nicht nur Bankgeschäfte und Plaudereien, sondern auch die Suche nach der großen Liebe in das Netz. Und tatsächlich haben sich laut einer neuesten Studie in den vergangenen fünf Jahren rund sechs Prozent aller Pärchen im Internet kennen und lieben gelernt.

Auf Platz eins der „Kennenlern-Orte“ ist zwar noch immer das Treffen über den Freundeskreis – aber soziale Netzwerke und virtuelle Singlebörsen sind ganz klar am Aufholen. Und längst ist es nicht mehr nur die 20-jährige Studentin, die mit iPad und Laptop aufgewachsen ist – auch ältere Menschen suchen vermehrt im Netz nach dem Schlüssel zum (Beziehungs-)Glück. Wir nehmen die bekanntesten Online-Partnervermittlungen und Singlebörsen genau unter die Lupe – und zeigen, welche Seite für wen geeignet ist.

FriendScout 24
Das Unternehmen FriendScout 24 hat seinen Sitz in München und ist Teil der Deutschen Telecom. Das Online-Dating Portal, das im Jahr 2000 gegründet wurde und etwa 150 Mitarbeiter beschäftigt, ist auch in anderen europäischen Ländern vertreten. Nach eigenen Angaben ist die Singlebörse das Partnerportal in Deutschland mit den meisten Mitgliedern.

Zielgruppe
Mit insgesamt 24 Millionen registrierten Mitgliedern in diversen europäischen Ländern hat die Dating-Plattform eine enorme Reichweite. In Deutschland sind ca. eine Million Mitglieder der Singlebörse aktiv auf der Suche, davon ca. 550.000 Männer und 450.000 Frauen. Zielgruppe von FriendScout ist der „normale“ Querschnitt der Bevölkerung.

Suche nach Abentuern erfolgt oft online

Dabei ist die Plattform weniger eine Online-Partnervermittlung und mehr Singlebörse: Mitglieder suchen nicht „nur“ nach ernsthaften Partnerschaften, sondern auch nach Partnern zum Daten, Verlieben sowie unverbindliche erotische Abenteuer (www.secret.de).

So funktioniert’s
Die Registrierung mit einem Pseudonym ist kostenlos. Jedes Mitglied kann nun eine Profildatenbank mit Foto und Infos zur Person etc. anlegen und sich mittels Suchmaske nach potentiellen Partnern umsehen.

Um mit anderen Singles in Kontakt treten zu können, ist eine kostenpflichtige Premium Mitgliedschaft notwendig. Eine Standard-Interessensbekundung an einem Profil kann auch ohne zahlungspflichtige Mitgliedschaft gesendet werden.

Wie hoch sind die Kosten für die Mitgliedschaft?

Wie bei den meisten Online-Dating Plattformen und Singlebörsen sind die Kosten nach Dauer der Vertragslaufzeit gestaffelt. Je länger der Vertrag, umso billiger die Kosten pro Monat.

1 Monat: 39,90 Euro
3 Monate: 89,70 Euro
6 Monate: 119,40

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Tipp: Kosten-Vergleich der Partnerbörsen durchführen

Die Premium Plus Mitgliedschaft ist etwas teurer. Mitglieder, die Premium-Plus abschließen, können durch verschiedene Aktionen stärker auf sich aufmerksam machen. Sie werden z.B. als „Flirt der Woche“ vorgeschlagen und erhalten persönliche Partnervorschläge.

Vor- und Nachteile
+ ca. 1 Mio. Mitglieder
+ Beziehungen, Dates, unverbindliche Abenteuer (www.secret.de)
+ wenige „Fake“-Profile
+ Basisfunktionen z.T. auch ohne Premium-Account nutzbar
-Vertrag muss gekündigt werden, ansonsten automatische Verlängerung
-relativ teuer.

Online Partnervermittlung Parship.de

Die Online-Partnervermittlung Parship.de ist Teil der Georg von Holzbrinck Verlagsgruppe und ist die umsatzstärkste Partnervermittlung in Deutschland. Parship wurde im Jahr 2000 gegründet und hat seinen Sitz in Hamburg. Am 14. Februar 2001, am Valentinstag, ging die Webseite online. 2010 erwirtschafteten 150 Mitarbeiter der Online-Partnervermittlung einen Umsatz von 55 Millionen Euro.

Parship ist im deutschsprachigen Raum, aber auch in Spanien, Mexiko, Italien, Irland, Schweden, Belgien, Dänemark etc. tätig.

Zielgruppe
Insgesamt liegt die Mitgliederzahl bei Parship bei etwa 10 Millionen, davon sind ca. 4,5 Millionen der Mitglieder Deutsche. Laut eigenen Angaben liegt das Geschlechterverhältnis bei 49 zu 51 %, ist also ausgeglichen. Zielgruppe ist die gesamte Bevölkerung, bei der Singlebörse sind jedoch Akademiker und Besserverdienende stärker vertreten – dies drückt sich auch in der Kostenstruktur des Online-Anbieters aus.

Laut eigenen Angaben liegt die Akademikerquote bei 57 %. (Quelle: Angaben der aktiven Premium-Mitglieder bei Registrierung, Stand Oktober 2012).)

Parship ist außerdem die exklusive Partnervermittlung von „Zeit Online“, „Der Tagesspiegel“, „Handelsblatt“ und „Brigitte.de“.

So funktioniert’s
Mitglieder können sich anmelden, einen Fragebogen ausfüllen und die kostenlosen Basisfunktionen von Parship.de nutzen. Der Fragenkatalog, der die Basis für die Partnervorschläge ist, wurde in Zusammenarbeit mit Diplom-Psychologen Hugo Schmale der Universität Hamburg entwickelt.

Wer jedoch mit anderen Mitgliedern frei in Kontakt treten und Profile genauer unter die Lupe nehmen möchte, braucht eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft. Mit der Basismitgliedschaft können die Profile der anderen Singles angesehen werden, zudem kann ein erster Kontakt hergestellt werden – jedoch ohne Freitexteingabe.
Parship wurde von Stiftung Warentest übrigens für seinen vorbildlichen Datenschutz ausgezeichnet.

Kosten
Parship gehört zu den hochpreisigen Anbietern, ist allerdings noch nicht so teuer wie beispielsweise ElitePartner. Die Kosten richten sich – wie bei den Online-Partnervermittlungen üblich – nach der Vertragslaufzeit. Es wird eine Vertragslaufzeit von mindestens sechs Monaten empfohlen.

6 Monate: 44,90 Euro pro Monat
12 Monate: 34,90 Euro pro Monat
24 Monate: 24,90 pro Monat

Vor- und Nachteile

+ 4,5 Millionen Mitglieder
+ eingeschränkte Basis-Funktion kostenlos nutzbar
+ starker Datenschutz
-automatische Vertragsverlängerung, falls Kündigung nicht rechtzeitig erfolgt
-relativ teure Gebühren.

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