Partnerwahl: Was finden Frauen bei Männern attraktiv?

Etwa 30 Prozent des Gehirns sind mit der Verarbeitung unserer visuellen Eindrücke beschäftigt. Bedeutet das, dass nur Männer mit Modelgesichtern Chancen bei Frauen haben? Keineswegs.

In Umfragen wünschen sich Frauen vor allem Männer mit inneren Werten – auf Platz 1 rangiert dabei der Humor. Und damit eine Dame der Zauber der Liebe umfängt, gibt es noch weitere Attribute, die ein Mann wohl nur schwer kontrollieren kann: Stimme, Geruch und Gesten.

Aussehen
Ganz klar, der erste Eindruck zählt. Schon allein deshalb, weil ein großer, sportlicher Mann die anderen Jungs überragt und somit auffällt. Das Aussehen weckt Interesse am anderen – ob es dann allerdings tatsächlich klappt, hängt von anderen Faktoren ab. Vom biologischen Standpunkt aus betrachtet, deutet ein junges und gutes Aussehen auf Fruchtbarkeit und Gesundheit hin – wesentliche Eigenschaften, um gesunde Nachkommen zu zeugen.

Geruch

Nicht umsonst hält sich das Sprichwort „Ich kann ihn/sie gut riechen“ hartnäckig. Gegenseitige Anziehung geht auch durch die Nase, ein spezieller Rezeptorbereich in der Nase ist darauf getrimmt, so genannte Pheromone, fliegende Sexuallockstoffe, aufzufangen. Claus Wedekind, Professor an der Universität Bern, hat herausgefunden, dass Menschen vor allem jenen Duft, der konträr zum eigenen steht, als attraktiv einstufen. Da Gene den Duft beeinflussen, deuten stark unterschiedliche Gerüche auf ein unterschiedliches Immunsystem hin: Dies ist wiederum für Nachkommen von Vorteil.

Gehirn
Die beiden Hormone Oxytocin und Vasopressin sind wesentlich an der Entstehung von Gefühlen beteiligt. Oxytocin wird als „Kuschel- und Vertrauenshormon“ bezeichnet, das unter anderem beim Sex ausgeschüttet wird und die emotionale Bindung zwischen Mann und Frau stärkt. Vasopressin – auch „Treuehormon“ genannt, ist diesem ähnlich. Auch Dopamin und Adrenalin werden während den Phasen akuter Verliebtheit vermehrt ausgeschüttet, bei Frauen steigt zudem noch das männliche Sexualhormon Testosteron an. Bei Männern hingegen, so zeigen Studien, sinkt dieses jedoch. Botenstoffe und Hormone – ein komplexer Mix aus Peptiden – sind wesentliche Mitgrundlagen für das Verliebtheitsgefühl.

Soziale Eigenschaften
Neben den biologischen Prozessen, die Verliebtheit fördern, gibt es natürlich noch viele andere Auslöser für Verliebtheit. In Umfragen wünscht sich die Hälfte aller Frauen vor allem einen Partner mit Humor und Charme. Etwa 16 Prozent erwarten Stärke, und für 14 Prozent ist Intelligenz die wichtigste Eigenschaft. Das Aussehen liegt weit abgeschlagen: Nur 8 Prozent der Frauen finden, dass ein Mann Modelmaße und -gesicht haben sollte. Wehleidigkeit, ständiges Jammern und Unselbständigkeit kommt bei der Frauenwelt hingegen gar nicht gut an. Zudem: Auch das ständige Alkohol Trinken nervt Frauen!

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