Die größten Fitness-Mythen und die Wahrheit dahinter

Während intensiver Trainingsphasen sollte man hauptsächlich Eiweiß zu sich nehmen? Nur wer Kohlenhydrate einspart, nimmt ab? Wer trainiert, hat einen größeren Appetit? Es gibt unzählige Fitness-Mythen – was stimmt, und was nicht?
Mythos 1: Regelmäßiges Joggen und Rennen nutzt die Knie ab

Quatsch. Die School of Medicine in Paolo Alto, Kalifornien, stellte eine vergleichende Studie zwischen Läufern und Nicht-Läufern an und fand heraus: Bei der Entwicklung von Knie-Osteoarthritis gibt es keinen Hinweis darauf, dass Knie „abnutzen“. Im Gegenteil – regelmäßige Bewegung sorgt dafür, dass das „Schmiermittel“ im Gelenk dünnflüssiger wird und der Knorpel somit besser mit Nährstoffen versorgt wird.

Mythos 2: Mit Sit-ups komme ich zum Waschbrettbauch
Ja und nein. Sit-ups trainieren die Bauchmuskeln, eine relativ kleine Muskelgruppe. Die wird allerdings nur dann sichtbar, wenn der Körperfettanteil unter 14 Prozent liegt. Nur am Bauch abnehmen, funktioniert also nicht – denn beim Bauchtraining wird kaum Fett abgebaut. Wer einen Sixpack möchte, kommt also an bewusster Ernährung, Ausdauer- und Krafttraining nicht vorbei.

Mythos 3: Mit Gewichtheben kann ich Fett abbauen und werde schlank
Um Fett abzubauen, muss die Einnahme von Kalorien gedrosselt werden. Nur wenige und „gute“ Kalorien dürfen zugeführt werden – am besten wird die kalorienarme Ernährung von kontinuierlichem Workout begleitet. Um Fett zu verbrennen, ist Ausdauertraining ideal – Übungen wie Gewichtheben verbrennen zwar auch Kalorien, allerdings weniger als regelmäßiges, intensives Joggen oder Radfahren.

Mythos 4: Gehen ist fast so wirksam wie laufen
Wär schön, ist aber nicht so. Wer mit 6,5 Stundenkilometer den Flusslauf entlangspaziert, steigert den Kalorien Grundumsatz um einen Faktor von 5, wer mit 13 Stundenkilometer joggt, erhöht ihn um einen Faktor von 13. Das Laufen ist also deutlich wirksamer, als das Gehen und steigert den Energieverbrauch deutlich stärker. Wer abnehmen möchte, muss also laufen – und nicht spazieren.

Mythos 5: Wer trainiert, hat mehr Hunger
Mehrere Studien haben gezeigt, dass Training nicht dazu führt, dass man mehr isst. Regelmäßiger Sport führt zu einer höheren Muskelmasse. Da Muskeln mehr Energie verbrauchen als das restliche Gewebe, steigt der Grundumsatz: Auch im Ruhezustand verbraucht man mehr Energie.

Mythos 6: Je intensiver, länger und härter ich trainiere, umso schneller nehme ich ab
Nein. Natürlich wird geschwitzt und gehechelt, wer aber stundenlang verbissen trainiert, tut dem Körper nichts Gutes. Stresshormone wie Kortisol und Adrenalin werden ausgeschüttet und schädigen das Muskelgewebe. Nach einem sehr intensiven Training, sollte man einen Tag Pause machen und dem Körper Zeit geben, sich zu erholen. Hartes Training ist zwar gut für das Herz, für die Fettverbrennung ist es allerdings nicht ausschlaggebend: Die kommt bei leichter bis mittlerer Belastung am besten in Schwung (Schwimmen, Tennis etc.).

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