Das kann die neue Xbox One – Microsofts neuester Streich

Im Mai stellte Microsoft nach acht Jahren seine neueste Spielkonsole vor: Die Xbox One. Preis und Erscheinungstermin stehen noch nicht fest, Experten rechnen allerdings damit, dass die neue Konsole 2013 im Handel erhältlich sein wird. Zum Weihnachtsgeschäft trifft die neue Xbox wohl auf seinen härtesten Konkurrenten – auf die Playstation 4. Wir geben einen Überblick zu den Details zur XBox One und informieren über aktuelle Bundles und Aktionen.

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Elegantes Multimedia-Wunder

Schlicht und elegant, so kommt das neue Gerät aus dem Hause Microsoft daher. Dabei ist die Konsole nicht nur für eingefleischte Gamer gedacht, sondern dient als Multimedia-Zentrum des Hauses: Mit der Xbox kann man live Fernsehen, über Skype telefonieren oder Online-Videotheken durchstöbern und Filme streamen. Angeblich hat die neue Xbox eine Anbindung an einen Online-Speicher, die Cloud kann die Leistung der Konsole vervierfachen.

Videos zur Xbox One von Microsoft


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Das Herzstück – Kinect
Dass Spielkonsolen immer mehr zu Multimediazentralen werden, ist ein Trend, der sich bereits vor Jahren abgezeichnet hat. Das Herzstück der neuen Box ist allerdings das weiterentwickelte „Kinect“ mit Gesichtssensor. Der Controller war gestern – bei Kinect steuern die Spieler ihre Figuren auf dem Bildschirm freihändig, niemand muss dafür noch Kästchen in der Hand halten wie beispielsweise bei der Nintendo Wii. Wie das funktioniert? Drei Kameras der Xbox produzieren ein 3D-Bild vom Spieler und projektieren dieses in Echtzeit auf die Mattscheibe – perfekt für alle Spiele mit viel Körpereinsatz. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich noch immer Controller zu haben.

Gesichts- und Spracherkennung von bis zu sechs Personen

Der neuen Xbox liegt die neue Version des Kinect-Sensors bei – er verspricht bei einer Auflösung von 1080 p auch feinste Bewegungen zu erkennen. Zudem wurde er mit einem Mikrofon ausgestattet, das Sprachbefehle aufnimmt und an die Xbox One weiterleitet. Die neue Sprachbedienung war ein Schwerpunt der Präsentation.

Und was hat es mit der neuen Gesichtserkennung auf sich? Die Gesichter der Spieler werden von Kinect gespeichert, die Box erkennt, dass eine bestimmte Person spielen möchte, sobald diese ein bereits gespieltes Game startet. Anscheinend hat der Sensor allerdings Probleme mit dunkelhäutigen Gesichtern – der Raum muss gut ausgeleuchtet sein, damit die Gesichtserkennung funktioniert.

Ist es hell, kann der Sensor die Sprache, Bewegung und Gesichert von bis zu sechs im Raum anwesenden Personen erkennen und zuordnen. Dadurch eröffnet sich eine Bandbreite von neuen Spiel- und Steuerungsmöglichkeiten.

Xbox One – Die Daten
-Achtkern-Prozessor 64 Bit
-8 Gigabyte RAM
-500 Gigabyte Festplatte
-Blue-Ray Laufwerk
-HDMI-Ein/Ausgang
-USB 3.0 Anschlüsse
-WLAN-Modul mit 802.11n-Standard

Welche Grafikkarte in der Box steckt, ob die schnellen DDR 5 Speicherbausteine verwendet werden und mit wie vielen Megahertz der Prozessor ausgestattet ist, ist noch nicht bekannt.

Was wird die Konsole kosten?
Die Marktpreise stehen noch nicht fest. Die Konsole lässt sich bei Amazon derzeit bereits vorbestellen – für den happigen Preis von 599 Euro. Angeblich setzt Microsoft auf ein Subventionsmodell, will heißen: Wer einen Vertrag mit einem Bezahlfernsehsender oder ein X-Box-Live-Abo abschließt, erhält das Gerät günstiger.

Welche Starttitel wurden bestätigt? Gibt es tatsächlich eine Aktivierungsgebühr für gebrauchte Spiele?
Ob für Gebrauchtspiele tatsächlich eine Aktivierungsgebühr fällig wird, ist noch nicht klar. Allerdings wird privater Gebraucht-Spieleverkauf wohl nicht möglich sein: Die Spiele sind an das Spielerkonto gebunden und können nur durch ein spezifisches Verfahren von diesem entbunden werden – so wird wohl ein privater Weiterverkauf zumindest zu Beginn nicht möglich sein. Gebrauchte Spiele werden also nur relativ teuer von bestimmten Händlern bezogen werden können.

Microsoft hat den Starttitel „Forza Motorsport 5“ bestätigt. Das fotorealistische Rennspektakel wird Sonys „Driveclub“ mächtig Konkurrenz machen. Auch „Quantum Break“ wird ein Starttitel sein – der Mystery Thriller wird 2014 erscheinen. Ein weiterer Exklusive-Titel für die Xbox – das kinectbasierte Actionspiel „Ryse“.

Braucht es eine permanente Anbindung an das Netz?

Allem Anschein nach wird zwar keine permanente, aber eine regelmäßige Anbindung an das Internet notwendig sein. Der „Online-Zwang“ wurde in den vergangenen Monaten viel diskutiert; anfangs waren die Aussagen von Microsoft etwas unpräzise. Inzwischen ist klar, dass die Konsole mindestens alle 24 Stunden kurz mit dem Internet verbunden sein muss, damit Spiele und Updates verifiziert werden können. Eine permanente Verbindung ins Netz ist dann notwendig, wenn Spiele mithilfe von Cloud-Unterstützung gezockt werden.

Empfohlen wird eine Breitbandverbindung von mindestens 1,5 MBits/s (DSL 2.000). Der Großteil der Spiele wird ohne Berechnungen in den Datenwolken allerdings nicht auskommen – die permanente Internetverbindung wird in der Praxis also wohl doch erforderlich sein. Geschätzte 17,7 Mio. Deutsche, die nicht online sind (also etwa jeder vierte), werden somit wohl auf die Xbox verzichten müssen.

Nimmt die Kamera des Kinect-Sensors ständig alles auf?

Diese Vorstellung hat Datenschützer einen Schauer über den Rücken gejagt. Doch ganz so, wie die horrende Vorstellung der Gerüchteküche ist die Realität doch nicht. Laut Microsoft kann der Nutzer selbst festlegen, wann die Kamera aktiv sein soll. Anscheinend soll bei Verkaufsstart ein spezielles Programm erscheinen, das Funktionsweisen und Einstellungsmode der Kameras erklärt. Die Sensoren sollen abgeschaltete werden können.

Alle Daten, die aufgezeichnet werden, z.B. Gesichtsausdrücke, Videos oder die Messungen der Herzfrequenz sollen die Xbox nur mit Zustimmung des Nutzers verlassen. Hier muss Microsoft sensibel agieren, um eventuelle Käufer nicht zu verschrecken.

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