Kommunikation in der Partnerschaft

Experten nennen Kommunikationsfähigkeit immer auf einen der ersten Plätze, wenn es um die Faktoren geht, die eine Partnerschaft am sichersten zusammenhält. Ein tiefer und intensiver Austausch über Gedanken und Gefühle bringt große Nähe. Doch worüber reden glückliche Paare eigentlich? Und woran liegt es, wenn die Kommunikation nicht funktioniert?

Worüber glückliche Paare sprechen
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass besonders glückliche Paare zwar auch über das Thema „Müll runtertragen“, „Kinder abholen“ und ähnlichen Alltagskram sprechen, allerdings seltener als die weniger glücklichen Vergleichspaare. Besonders glückliche Partnerschaften zeichnen sich anscheinend dadurch aus, dass emotional bedeutsame Themen wie peinliche Situationen, Kindheitserinnerungen, Ängste und frühere Beziehungen angesprochen werden. Small Talk macht hingegen weniger glücklich. Für tiefe Ängste und Gefühle sind absolute Ehrlichkeit, Vertrauen und Offenheit notwendig – die schonungslose Wahrheit bindet einen Menschen sehr an den anderen. Das Gefühl, ihm alles über sich selbst offenbaren zu können.

Kommunikations-Fallen
Sie glauben, schon im Vorneherein zu wissen, was den anderen bewegt? Lassen Sie ihren Partner trotzdem erzählen und fallen Sie ihm nicht ins Wort – das zeugt von wenig Interesse am Gegenüber. Gerade Männer tun sich oft schwer damit, ihre Gefühle auszudrücken – nicht einfach nur deshalb weil der „harte Kerl“ das grundsätzlich ablehnt, sondern auch, weil die Begrifflichkeiten dafür fehlen.

Während Girls im Freundinnenkreis von Kindesbeinen an über Emotionen sprechen, stehen Jungs vor ihren Rädern und sprechen über die Reparatur. Als Frau sollte man sich dessen unbedingt bewusst sein – während Frauen über einen vierspurigen Kommunikationshighway für Emotionen verfügen, existiert bei Männern nur eine Landstraße.

Ohne Kommunikation ist es jedoch kaum möglich, emotionale Nähe, eine der wichtigsten Säulen der Liebe, zu erreichen. Eine Beziehung ohne Kommunikation ist im Grunde zum Scheitern verurteilt.

Kommunikations-Lösungen
Die Inhalts- und die Beziehungsebene sollten getrennt bzw. unterschieden werden. Ein Beispiel: Die Freundin kocht ihrem Freund eine Pasta nach einem neuen Rezept. Dem Freund schmeckt sie nicht. Sie fragt ihn, ob er es lecker findet. Sagt er nur „Nein!“ fühlt sich die Freundin gekränkt, da sie die Antwort nicht nur auf der Inhalts-, sondern auch auf der Beziehungsebene wahrnimmt. S

agt der Freund jedoch: „Die Pasta schmeckt mir nicht gut. Aber danke für die viele Mühe.“ – dann betrifft der erste Satz die Inhaltsebene, der zweite Satz ist eine positive Aussage auf der Beziehungsebene. Die Trennung dieser beiden Ebenen ist nicht immer einfach, aber die Reflexion darüber eine wirklich gute Möglichkeit, um misslungene Kommunikation und Streitfallen zu erkennen und zu vermeiden.

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