Haarausfall beim Mann – Ursachen, Arten, Hausmittel – Tipps gegen eine Glatze

Haarausfall ist ein Thema, mit dem sich Männer nicht gerne beschäftigen. Klar, Geheimratsecken, kahle Stellen oder schütteres Haar sind frustrierend und drücken aufs Selbstwertgefühl.

Gut zu wissen: Immerhin sind die meisten Männer mit zunehmendem Alter von Haarverlust betroffen – aber auch viele jüngere Männer leiden darunter und dann steht schnell die Frage im Raum, was man denn gegen den Haarausfall tun kann.

Es gibt ein paar Möglichkeiten, Haare wieder auf natürliche Weise wachsen zu lassen.

Halb so wild

  • Zunächst einmal: Haarausfall ist halb so wild. Ja, die Haare werden weniger, aber davon geht die Welt nicht unter.
  • Der erste Schritt ist also, die Veränderung anzunehmen. Immerhin bist du nicht alleine und Vorbilder machen es vor, wie männlich man auch mit Glatze sein kann. Denken wir da nur an Bruce Willis, Vin Diesel, Prinz William, Detlef D! Soost oder Meister Propper 🙂

Erste Anzeichen für Haarausfall? – Zu Ursachen & Maßnahmen informieren! – Stockfoto-ID: 321470770
Copyright: Rido81, Bigstockphoto.com

Kahle Stellen kaschieren

Im zweiten Schritt geht es auch darum mit dem, was da Kopf ist, etwas Gutes zu machen. Mit Frisuren und Stylingtipps lassen sich kahle Stellen oder Geheimratsecken verstecken, also keine Sorge.

  • Ein schütterer Look kommt nicht bei den Frauen gut an, er kaschiert auch schütteres Haar
  • Eine kleine Glatze am Hinterkopf kann mit längerem Haar überdeckt werden – bitte einfach deinen Friseur, ein paar Stufen zu schneiden
  • Gegen Geheimratsecken hilft ein Seitenscheitel, ein Kurzhaarschitt oder ein Undercut
  • Bei Stylingprodukten lieber auf Haarwachs oder Sprays zurückgreifen, weil Gele die Haare dünner wirken lassen
  • Haarauffüller oder Toupets können helfen, dass das Deckhaar wieder mehr Volumen bekommen und das Haar voller wirkt
  • Von der Problemzone ablenken: Wie wäre es mit einem Bart? Der zaubert im Nu einen neuen Look und lenkt von den Haaren ab

Haarausfall – aber was ist normal?

Haarausfall ist erst im Alter ein Thema? Von wegen! Bereits jeder zweite Mann über 20 Jahren muss damit rechnen, vom Haarausfall betroffen zu sein. Doch ab wann ist der Haarausfall problematisch?

Ob man(n) will oder nicht – jeder verliert Haare, jederzeit und am ganzen Kopf. Bis zu 100 Haare am Tag sind noch kein Grund zur Panik – erst wenn die Menge über einen langen Zeitraum deutlich überschritten wird oder Haarbüschel mit den Händen von der Kopfhaut gezogen werden können bzw. Haare nicht mehr nachwachsen, wird von einem Haarausfall gesprochen. Nicht erschrecken, auch im Frühjahr und Herbst können es einmal mehr Haare sein, aber nach ein paar Tagen normalisiert sich der Verlust wieder und es bleiben keine kahlen Stellen. Doch was können Gründe für den Haarverlust sein?

Ursachen für Haarausfall beim Mann

Die Ursachen für den Haarausfall liegen einerseits ein einer erblichen Veranlagung, aber auch Krankheiten, Nährstoffmangel, der Hormonhaushalt oder eine ungesunde Lebensweise können Haarausfall begünstigen. Frag dich mal selbst, wie du dein Leben gestaltest und ob es Dinge gibt, die den Ausfall der Haare begünstigen – und schau auch mal alte Familienfotos an! Hat dein Vater eine Glatze, dein Opa und dein Uropa auch? Dann scheint der Haarverlust erblich bedingt zu sein.

Was kannst du also tun? Regelmäßig Sport, eine gesunde Ernährung, kein Rauchen und Alkohol und wenig Stress unterstützen die Haare!

Arten von Haarausfall

Im Falle von Haarverlust wird zwischen verschiedenen Formen entschieden, die dann unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten haben – deswegen ist es wichtig festzustellen, woher der Haarausfall kommt.

  • 1. Erblich bedingt: Diese Form nennt sich androgenetische Alopezie und ist die häufigste Form. Ursache ist, dass der Haarfollikel gegenüber dem Hormon Dihydrotestosteron überempfindlich ist. Dadurch wird die Wachstumsphase verkürzt und die Haarfollikel verkümmern.
  • 2. Kreisrunder Haarausfall: Dieser Form nennt sich Alopecia areata und ist an einzelnen kahlen und runden Stellen am Kopf zu erkennen. Ursache ist eine Entzündung oder Autiommunreaktion, d.h. das Immunsystem richtet sich gegen körpereigene Strukturen. Die Immunzellen greifen die Haarfollikel an und das Haarwachsum wird dadurch gestoppt.
  • 3. Diffuser Haarausfall: Bei dieser Art fallen die Haare nicht nur an einer Stelle aus, sondern gleichmäßig. Eine Schilddrüsenfehlfunktion oder ein Mangel an Mineralstoffen können hierfür die Ursache sein. Aber auch Medikamente wie etwa bei einer Chemotherapie sind Auslöser.

Was bei Haarausfall hilft – Hausmittel

  • Die Ernährung: Ausgewogen und vitaminreich – das ist die wesentliche Voraussetzung für gesundes Haar (und ein gesundes Leben!). Eine proteinreiche Ernährung mit Huhn, Fisch, Eier, Linsen und Käse sind für alle Männer interessant, die an Haarausfall leiden.

Warum? Weil Haare aus dem Protein Keratin bestehen und durch die Ernährung die notwendigen Vitamine und Mineralstoffe zugeführt werden. Aber auch B-Vitamine wie in Nüssen, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten sind dafür bekannt, Haare und Nägel zu stärken.
Nikotin hingegen ist Gift für die Haare, weil die Aufnahme von Vitaminen gehemmt wird.

Hausmittel gegen Haarausfall beim Mann

Wenn keine ernsthafte Erkrankungen den Haarausfall auslöst, können auch Hausmittel wie Zwiebelsaft oder eine Bierspülung helfen. Klingt komisch? Ist aber auf jeden Fall einen Versuch wert.

  • – Zwiebelsaft
    Tinkturen aus Zwiebelsaft sollen besonders hilfreich sein, da die Haarwurzeln stimuliert werden und die Bildung neuer Haare positiv beeinflusst wird.
  • – Brennesseln
    Auch Brennesseln bewähren sich als natürliches Mittel gegen den Haarverlust – egal ob im Salat, im Smoothie oder als Suppe. Auch ein Sud aus Brennessel verwöhnt die Haare äußerlich.
  • – Bier
    Bier wird normalerweise getrunken, aber es ist einen Versuch wert, eine Haarspülung auf Bier-Basis zu probieren. Dafür wird das Bier einfach in das frisch gewaschene Haar einmassiert und soll 30 Minuten einwirken. Beim Ausspülen hilft eine lechte Essiglösung.
  • – Weizenkeimöl
    Auch Haarmasken aus Weizenkeimöl ud einem Hühnerei wird eine ähnliche Wirkung nachgesagt. Die Mischung einfach in einer Schüssel anrühren, einmassieren und 15 Minuten einwirken lassen. Die Haarwurzeln werden dadurch mit Vitaminen beim Haarwachstum unterstützt.
  • – Kopfmassagen
    Kopfmassage regen die Durchblutung der Kopfhaut an, entspannen diese und regen das Haarwachstum an. Allein schon weil der Stresspegel sinkt, können sich die Haare erholen.

3. Spezielle Shampoos

Frei verkäuflich sind auch spezielle Shampoos gegen Haarverlust mit Koffein, Vitamin E oder Zink. Besonders Produkte mit den Wirkstoffen Minoxidil und Finasterid helfen am effektivsten.

Nicht vergessen: All diese Anwendungen helfen nicht von einer Anwendung, sie müssen schon kontinuierlich und öfter angewandt werden. Deswegen: Dranbleiben und durchhalten!

Wann zum Arzt?

Wenn herkömmliche Hausmittel nicht helfen und der Haarausfall über einen längeren Zeit deutlich stärker ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Männer sind zwar Arztmuffel, aber eine rechtzeitige und frühe Diagnose kann sich positiv auf die Behandlung auswirken. Und hier ist ganz klar der Tipp: Je früher, desto besser! Der Hausarzt oder der Dermatologe sind bei Haarverlust die richtige Anlaufstelle. Ein Arzt kann die Ursachen klären und beraten, welche Therapie geeignet ist, etwa mit der PRP-Therapie.

PRP-Therapie

Eine sehr wirkvolle Therapiemethode ist die sogenannte PRP-Therapie. Hierbei wird blutplättchenreiches Plasma in die betroffene Kopfhaut injiziert, um die Neubildung von Haarfollikel anzuregen.

Haartransplantation als letzte Chance?

Eine Haarverpflanzung ist eine weitere Möglichkeit, um die kahlen Stellen zu bedecken. Ob sie in Frage kommt hängt jedoch on der Ursache ab. Ist der Haarverlust erblich bedingt, gibt es mit der Eigenhaartransplantation gute Möglichkeiten, schütteres Haar wieder aufzufüllen. Ein Dermatologe kann abklären, ob diese Behandlungsform erfolgreich ist.
Ist der Haarausfall jedoch auf keine Krankheit oder Medikamente zurückzuführen dann, ist diese Behandlungsweise leider nicht von Erfolg gekrönt.

Speak Your Mind

*