FDH Diät für Männer – Diätplan, Kosten, Dauer (Ablauf), Lebensmittel, Rezepte

Sobald über Diäten nachdenkt, ist eine der ersten, die einem in den Kopf kommt, wohl die FDH Diät. Diese Diät ist altbekannt, viele schwören auf sie.

Die Diät hat nichts mit den bekannten neuartigen Diättrends zu tun, man arbeitet mit keiner App, zählt keine Punkte, gehört keiner hippen Community an und es bedarf für die FDH Diät auch keiner exotischen Superfoods, deren Namen man kaum aussprechen kann.

Und auch teure Eiweisshakes und Tabletten sind nicht von Nöten. Hört sich erst einmal sehr bodenständig und simpel an. Relativ simple ist diese Diät nach der alten Schule sicherlich, doch ist sie auch gesund und vor allem – hilft die FDH Diät tatsächlich beim Abspecken?

  • Schon alleine der Name der Diätmethode ist recht simpel – FdH ist eine Abkürzung und steht schlichtweg für: „Friss die Hälfte“. Und hier ist der Name eigentlich auch schon Programm beziehungsweise die Diätregel.
  • Bei der Diätform ändert man seine gewohnten Ernährungsgewohnheiten überhaupt nicht, man reduziert lediglich die Größe der Portionen und zwar – oh Wunder – um die Hälfte. Es gibt eigentlich keinerlei anderen Regeln.
  • Die Nährstoffzusammensetzung ist bei dieser Diätform zweitrangig. Bei der FdH Diät sind Süßigkeiten, fette Lebensmittel oder Fast Food nicht verboten. Einzige Prämisse ist: Die Portionen müssen halbiert werden.

Das klingt jedenfalls schon einmal ziemlich einfach zu praktizieren. Doch welche Pro oder Contra Argumente birgt die FdH Diät? Wir haben diese althergebrachte Form der Diät im Folgenden einmal unter die Lupe genommen, denn wir möchten wissen: Funktioniert die traditionelle Diät? Ist sie gesund? Und vor allem: Ist das Abnehmen nach FdH nachhaltig?

Bücher & Bestseller zur FDH Diät

Der Grundstein der FdH Methode liegt auf der Hand: Es geht bei dieser Diät einfach nur darum, die täglich aufgenommene Kalorienmenge zu reduzieren – beziehungsweise, die Tageskalorien zu halbieren.

Es gehört zu den einfachsten bekannten Regeln des menschlichen Körpers, dass sobald er in ein Kaloriendefizit gerät – sprich, es werden weniger Kalorien aus der Nahrung aufgenommen, als der Körper verbrennt, er dieses Defizit an Energie anderweitig ausgleichen muss. Und woher zieht der Körper sich diese Energie dann?

Richtig, aus unseren ungeliebten Fettzellen. Logisch betrachtet heißt das, bezogen auf die FdH Diät, dass der Körper nun die Hälfte der Kalorien, die er nun nicht mehr über die Nahrung zugeführt bekommt, aus seinen Reserven schöpfen muss. Da das je nach bisheriger Ernährungsgewohnheit eine nicht unerhebliche Menge sein kann, und unabhängig davon so oder so eine große Umstellung ist, verliert der Diätenden an Gewicht. Und das ziemlich zügig.

Wie lange sollte man die FdH Methode praktizieren?

Dadurch, dass die Umstellung der aufgenommen Kalorien ziemlich drastisch ausfällt, sollte die FdH nicht über einen allzu langen Zeitraum angewandt werden. Es empfiehlt sich, die Diät wirklich nur über einen kurzen Zeitraum durchzuführen. Denn durch die geringe Energiedichte, die dem Körper zur Verfügung gestellt wird, kann dieser sehr leicht einem Mangel an Nährstoffen, Mineralien und Vitaminen zum Opfer fallen.

Welche Effekte hat die Fdh Diätmethode?

Von den Ergebnissen her beurteilt, ist die Methode der FdH Diät auf jeden Fall effektiv. Im besten Fall kann man mit der Diät einen großen Gewichtsverlust erzielen.
Dem Organismus werden von einem Tag auf den anderen sehr viele Kalorien, die er sonst gewöhnt ist, verwehrt. Da er den gewohnten Energiebedarf allerdings weiter aufrecht erhält, muss der Körper diesen aus alternativen Quellen speisen.

  • Deshalb greift er auf die Fettdepots zurück. Dadurch kann der Diätende schnell sehr viele Kilogramm an Gewicht verlieren.
  • Das große Problem: Auch wenn wir es uns wünschen würden, zur Energiegewinnung nutzt der Körper nicht nur die unangenehmen Fettpolster, sondern nur zu gerne auch die hart erarbeitete Muskelmasse. Muskelmasse besteht aus Eiweißen, und aus Eiweißen kann der Körper ebenso Energie erschließen, wie aus Fett.

Kann jeder die FdH Diät ausprobieren?

Mit einem überzeugt die FdH Diät so oder so: Mit ihrem simplen Konzept. Es gibt keinen komplizierten Plan, Rezepte oder Verbote. Noch nicht einmal die gewöhnlichen Einkaufsgewohnheiten müssen verändert werden. Die Ernährung wird hier nicht umgestellt und niemand muss auf seine Liebingsspeisen verzichten. Die einzige Umstellung, an die man sich gewöhnen muss, ist die nun reduzierte Größe der einzelnen Portionen. Die FdH Diät lässt sich also vollkommen individuell und nach dem eigenen Geschmack gestalten, sie ist im Endeffekt also für alle geeignet.

Welche Risiken birgt die Diätform FdH?

Mit der FdH Diät können in sehr kurzer Zeit beachtliche Ergebnisse erzielt werden. Dennoch ist die harsche Umstellung der Kalorienmenge nicht ganz risikofrei. Durch die nur noch geringe Menge an zugeführten Kalorien, kann der Blutzuckergehalt im Körper stark und in kurzer Zeit abfallen. Dieses Abfallen des Blutzuckerspiegels bringt den Kreislauf aus dem Gleichgewicht und kann zu massiven Kreislaufproblemen führen. Durch die plötzliche Kalorienreduktion treten ebenfalls öfter Schwächen in der Konzentrationsfähigkeit und eine erhöhte Müdigkeit auf. Die geringe Menge an Energie und die in manchen Fällen nicht ausgewogene Ernährung, kann zu Mangelerscheinungen führen. Da die FdH Diät so individuell gestaltet werden kann, ist natürlich nicht sichergestellt, dass es sich um eine ausgewogene und gesunde Ernährung handelt. Ernährt sich der Diätende ausschließlich von Fast Food und Süßigkeiten und Schokolode, so spart er zwar mit der FdH Methode im Gegensatz zu vorher viele Kalorien ein – nichtsdestotrotz ernährt er sich weiterhin ungesund und führt dem Körper nicht die Makro- und Mikronährstoffe zu, die dieser braucht.

Pro und Contra der FdH Diät im Überblick

Das große Pro der Diät ist sicher die schnelle und effiziente Gewichtsabnahme. Darüber hinaus ist sie sehr einfach in der Durchführung. Man muss sich an keinen bestimmten Plan halten, keine Punkte zählen, Lebensmittel abwiegen oder seinen Tagesablauf umgestalten. Auch kann einfach wie bisher – wenigstens inhaltlich – weitergegessen werden, wie bisher. Es gibt keine Schmach nach bestimmten Speisen und Gerichten, denn man kann ja sowieso das Essen, wonach einem gerade der Sinn steht.

  • Aber wie bei jeder anderen Diät funktioniert es hier auch nur mit einem hohen Maß an Disziplin und dem Willen, wirklich abnehmen zu wollen, denn: Durch die verminderte Kalorienzahl wird eines nicht zu vermeiden sein, nämlich Hunger. Hunger wird jeden Diätenden in der FdH Diät begleiten.
  • Durch diesen ständigen Hunger und den Drang, etwas zu essen, besteht eine große Gefahr, den gefürchteten Heißhungerattacken zum Opfer zu fallen. Um mit der FdH Diät wirklich Ergebnisse zu erzielen, ist es außerdem unabdingbar, sich nicht des Selbstbetruges schuldig zu machen.

Es geht hier darum, wirklich nur die Hälfte der früheren Portion zu essen – und dafür muss man selbstverständlich was die Portionsgröße angeht, ehrlich zu sich selber sein. Die Größen der Portionen unterliegen keiner – außer der eigenen Kontrolle – hier besteht die Gefahr, schlichtweg immer noch zu viel zu essen. Kraftsportler und Athleten werden aus einem ganz triftigen Grund von der FdH Methode Abstand nehmen: Man verliert hierbei signifikant auch an Muskelmasse.

Die FdH Diät und gleichzeitige Erhaltung oder sogar Aufbau von neuer Muskelmasse ist bei dieser Ernährung schlichtweg nicht möglich. Wie bereits erwähnt, entsteht relativ leicht eine Mangelversorgung mit Nährstoffen, Mineralien und Vitaminen, welche die bekannten Konsequenzen mit sich bringt. Ein weiteres Problem an der FdH Diät ist ihre Nachhaltigkeit, beziehungsweise die nicht vorhandene Nachhaltigkeit.

  • Für eine kurze Zeit nimmt der Diätende wirklich an Gewicht ab, langfristig verpufft dieser Effekt allerdings ganz sicher. Es besteht bei dieser Diät ein großes Risiko, dass man nach dem Beenden der Diät direkt wieder in seine alten Muster verfällt.
  • Da keine wirkliche Ernährungsumstellung vorgenommen wurde und weiterhin ungesunde Lebensmittel konsumiert werden, ist der gefürchtete JoJo Effekt quasi unvermeidbar.
  • Da der Körper während der Zeit der FdH Diät unweigerlich seinen Energiebedarf heruntergefahren hat, wird das Gewicht wahrscheinlich noch weiter steigen, als vor der Diät, denn nun läuft der Stoffwechsel auf Sparflamme und jede Nahrung wird erst einmal als Fettnotreserve gespeichert.

Der Klassiker unter den Diäten: Ein Fazit

Den wichtigsten Punkt erfüllt der Klassiker unter den Diäten: Man verliert damit an Körpergewicht. In unserer heutigen sportbegeisterten und gesundheitsfanatischen Zeit ist sie dennoch nicht mehr zeitgemäß, denn: Die FdH Diät ist einfach nicht gesund. Gesunde Lebensmittel werden hier völlig außer Acht gelassen, genauso wie eine entsprechende sportliche Betätigung. Die „Friss-die-Hälfte-Diät“ stellt in keinem Fall sicher, dass der Körper mit allen Nährstoffen und Mineralien die er braucht, versorgt wird.

  • Darüber hinaus hört sich der Diätklassiker erst einmal einfach und simpel an, dennoch sieht es in der Praxis hier anders aus. Der Diätende wird ständig Hunger haben, was ein belegbares Indiz für die bereits angesprochene Mangelernährung ist.
  • Es gibt noch nicht einmal einen Leitfaden, in wie weit die Nahrung sich aus den einzelnen Nährstoffkomponenten zusammensetzen sollte. Hat der Abnehmwillige vorher nur Burger gegessen, isst er nun die Hälfte des ungesunden Essens, dies macht es allerdings nicht gesünder für den Organismus.

Ein weiterer Punkt ist, dass es keine Richtlinie oder Kontrolle der Portionsgrößen gibt. Wirklich nur die Hälfte zu essen, erfordert ein sehr hohes Maß an Diszplin und Ehrlichkeit zu sich selbst. Gerade unter dem Stress Hunger zu leiden, ist die Gefahr sehr groß, dass der Diätende hier das ein oder andere Mal Selbstbetrug begeht und damit seine Diätfortschritte massiv torpediert.
Die FDH Methode könnte dennoch der Anstoß für einen guten Mittelweg für eine langfristige Ernährungsumstellung sein.

Geht man von einem Teilnehmer aus, der grundlegend schlechte Ernährungsgewohnheiten pflegt, so könnte dieser erst einmal seine generelle Ernährung gesünder gestalten und viel Obst und Gemüse, sowie proteinhaltige Lebensmittel in seinen Alltag reduzieren. Wendet er im Anschluss die FdH Methode nur auf die vermeidlichen ungesunden Speisen und Süßigkeiten an, könnte er einen weit nachhaltigeren Abnehmerfolg erzielen.

Hat man einfach nur nach Weihnachten oder Ostern ein paar Feiertagskilos zu viel auf den Rippen, dann kann man aber natürlich gut und gerne ein paar Tage FdH praktizieren – hiermit wird man seinem Körper nicht schaden!

Mögliche Rezepte der FdH Diät

Wie bereits geschildert, sollte man aus gesundheitlichen Gründen bei der FdH Diät nicht auf Fast Food und Süßigkeiten zurückgreifen, nur, weil man die Menge reduziert. Daher finden Sie im Folgenden eine Anregung für eine mögliche Ernährung. Die jeweilige Menge der Speisen basiert darauf, welche Portionsgröße der Diätende ursprünglich zu sich genommen hat.

  • Frühstück: Ein halbes Brötchen belegt mit Gurke, Putenbrust, und magerem Käse. Dazu gibt es ein Ei sowie eine kleine (halbe) Portion Müsli (Vollkorn) mit fettreduzierter Milch.
  • Mittagessen: Hier gibt es Brokkoli mit Reis und Putenfilet (Mengenmäßig sollte dies den halben Teller – statt den ganzen – ausfüllen)
  • Abendessen: Ein Salat mit einer halben Packung Räucherlachs, Tomaten, Gurken und Pinienkernen. Als Nachtisch eignet sich magerer Quark mit ein paar Beeren (Erdbeeren, Heidelbeeren oder Himbeeren, je nach Saison)

Info: Auch wenn es einige Diäten gibt, die besser für Frauen konzipiert/geplant wurden, ist die Gewichtsabnahme mit einem Kaloriendefizit, bewusster Ernährung und Sport sowie jede Diät grundsätzlich auch für Männer bzw. Herren zum Abnehmen geeignet. Man sollte sich selbst zu Diäten & Abnehmen für Männer informieren und die passende Diät für sich selbst finden!

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